SWG Kunstlexikon
ADOLF HÖLZEL

Adolf Hölzel | Abstraktion II | 1915 – 1916 | Staatsgalerie Stuttgart | Aus Wikimedia Commons, dem freien Medienarchiv | Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist
Adolf Hölzel | 1853-1934 | Bach | Air | „on the G string“ | string orchestra | invesigo | es considerado uno de los pioneros de la pintura abstracta en Alemania.Hijo de un comerciante de libros y litógrafo en la ciudad morava de Olomouc. En 1868 comenzó su aprendizaje como tipógrafo en Gotha y regularmente tomó clases de dibujo y pintura. En 1871 su familia se mudó a Viena y en 1872 comenzó sus estudios en Academia de Bellas Artes de Viena y posteriormente completó el servicio voluntario de un año en el ejército y despues, incluso pasó un examen con la idea de seguir la carrera militar.En 1876 se va a Munich para continuar allí en la Academia sus estudios de arte. En 1888 se trasladó de Munich a Dachau donde conoció al pintor impresionista Fritz von Uhde y se convirtió en el jefe de la comunidad artística „Nueva Dachau,“ la escuela de pintores alrededor de Fritz von Uhde, que trabaja principalmente el impresionismo. Hölzel enseña en Dachau durante un corto tiempo después del expresionista alemán Emil Nolde. En 1906 es nombrado profesor de la Academia de Stuttgart y allí formó con sus alumnos una larga historia artística hasta 1918 . El arte moderno en Alemania se concentró en sólo unos pocos centros: Munich, Dresde y Stuttgart. Adolf Hölzel, fue nombrado presidente de la Academia de Stuttgart en 1905, desempeñó un papel decisivo en el lanzamiento de la abstracción pictórica en el suroeste de Alemania, que en retrospectiva debió haber tenido un efecto liberador sobre los estudiantes de Hölzel: Baumeister, Schlemmer, Itten, Kerkovius y otros. Hölzel formó el campo de fuerza de un círculo de artistas que debían propagar con éxito su doctrina en la Bauhaus de Weimar y Dessau. Hölzel es considerado al mismo tiempo uno de los fundadores tanto de la Secesión de Munich como de la Secesión de Viena. Su novedosa metodología didáctica le hizo muy popular entre los artistas de Alemania y del extranjero. La llamada “Escuela de Hölzel” no consistía en ninguna institución real, él simplemente comenzó a impartir determinadas sesiones de pintura, teoría del color. Durante mucho tiempo, Hölzel no gozó del estatus en la historia del arte que se le atribuye hoy como padre de la abstracción. Esto puede haber sido debido al hecho de que Hölzel se abstuvo de cualquier tipo de enfoque programático que fuera proclamado en los manifiestos en todas partes. En lugar de romper radicalmente con las tradiciones pictóricas, Hölzel desarrolló la autonomía del color sobre la base de la doctrina académica.
VIDEO | FILM ADOLF HÖLZEL
Hölzel und sein Kreis | Stadt Freiburg | Vor 100 Jahren mischte eine Künstlergruppe der Avantgarde die konservative Freiburger Kulturszene auf: Hölzel und sein Kreis, Wegbereiterinnen und Pioniere der Moderne. Der Ausstellungsfilm gibt Einblick in die zentralen Facetten des gemeinsamen Wirkens und Schaffens: Farbe – Experiment – Abstraktion. Eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst in der Ausstellungshalle im Augustinermuseum.
Adolf Hölzel | Performance | Staatsgalerie | 23.10.2018 | Performance based on a drawing of the painter Adolf Hölzel performed by a group of improvisation dancers and with the collaboration of the Tanzakademie Minkov students in Winnenden. Staatsgalerie Stuttgart – October 2018 | Goncalo Cruzinha | YouTube
BIOGRAFIE ADOLF HOELZEL
GEBURTSJAHR | 1853 | GEBURTSORT | Olmütz in Mähren | TODESJAHR | 1934 | STERBEORT | Stuttgart
1888 Übersiedelung nach Dachau | Gründung Künstlergemeinschaft „Neu-Dachau“ | Emil Nolde wird für kurze Zeit Adolf Hoelzels Schüler
2005 Gründung der Adolf Hölzel-Stiftung | Stuttgart
Adolf Hölzel hinterfragte die traditionelle Malweise und gilt als Wegbereiter der abstrakten Kunst und der frühen Moderne. Er leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung ungegenständlicher Malerei und prägte als fortschrittlicher Pädagoge an der Stuttgarter Akademie eine ganze Künstlergeneration.
AUSBILDUNG ADOLF HÖLZEL
1868 Lehre als Schriftsetzer in Gotha | regelmäßige Zeichen- und Malstunden
1872 – 1873 Adolf Hoelzel besucht die Wiener Akademie als außerordentlicher Schüler | einjähriger freiwilligen Dienst im Heer | bestandene Offiziersprüfung sogar mit dem Gedanken, die aktive Offizierslaufbahn einzuschlagen
1876 Adolf Hoelzel setzt sein Kunststudium an der Akademie in München fort
LEHRTÄTIGKEIT adolf hölzel
Malerschule in Dachau
1906 – 1918 Professor für Malerei an der Akademie in Stuttgart
Im Jahr 1906 wurde Hölzel als Professor an die Königliche Akademie der bildenden Künste in Stuttgart berufen. Entgegen den Erwartungen, er würde einen traditionellen Stil lehren, etablierte er eine innovative „Komponierklasse“, in der er moderne und avantgardistische Positionen förderte. Er setzte sich auch für die Rechte von Frauen in der Kunst ein und gründete die erste Frauen-Malklasse an der Akademie.
MITGLIEDSCHAFTEN adolf hölzel
Adolf Hölzel war im Laufe seines Lebens Mitglied in mehreren bedeutenden Künstlervereinigungen, die seine Karriere maßgeblich prägten:
„Die Dachauer“ – Künstlerkolonie Dachau: Hölzel war Mitbegründer der informellen Künstlergruppe in Dachau bei München, zu der auch Ludwig Dill und Arthur Langhammer gehörten. Diese Gruppe widmete sich der Freilichtmalerei und der Erforschung von Farbeindrücken.
Münchener Secession: Er war aktives Mitglied dieser wichtigen progressiven Künstlervereinigung, die sich vom traditionellen Kunstbetrieb abspaltete.
Wiener Secession: Adolf Hölzel war nicht nur Mitglied, sondern galt sogar als einer der Gründer der Wiener Secession um Gustav Klimt. Er stellte früh im Wiener Künstlerhaus als Mitglied der Münchener Secession aus und pflegte enge Kontakte in die österreichische Kunstszene.
Deutscher Künstlerbund: Hölzel war auch Mitglied im 1903 gegründeten Deutschen Künstlerbund, der sich für die Förderung der Moderne in ganz Deutschland einsetzte.
Diese Mitgliedschaften unterstreichen Hölzels zentrale Rolle in den avantgardistischen Bewegungen seiner Zeit, sowohl in Deutschland als auch in Österreich.
AUSZEICHNUNGEN ADOLF HÖLZEL
Adolf Hölzel (1853–1934) erhielt für sein künstlerisches Schaffen zu Lebzeiten keine bedeutenden offiziellen Preise oder Auszeichnungen im modernen Sinne, wie es heute üblich ist. Sein Ruhm und seine Anerkennung beruhten vielmehr auf seiner einflussreichen Lehrtätigkeit und seiner Rolle als Wegbereiter der Abstraktion.
Anerkennung als Professor: Die Berufung an die renommierte Königliche Akademie der bildenden Künste in Stuttgart im Jahr 1906 war eine große Auszeichnung und ein Zeichen höchster professioneller Anerkennung seiner Zeit. Diese Position ermöglichte es ihm, seine innovativen Ideen zu lehren und eine ganze Generation moderner Künstler zu prägen (darunter Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Johannes Itten).
Posthume Würdigungen: Die eigentliche Würdigung seiner bahnbrechenden Rolle in der Kunstgeschichte erfolgte größtenteils posthum. Heute wird sein Vermächtnis durch Institutionen wie die Adolf Hölzel Stiftung gepflegt.
SAMMLUNGEN adolf hölzel
Leopold Museum Wien (Österreich): Das Leopold Museum zeigte 2007 eine umfassende Einzelausstellung zu Hölzel und besitzt Werke in seiner Sammlung.
Belvedere Wien (Österreich): Auch das Belvedere Museum besitzt Werke von Adolf Hölzel in seiner digitalen Sammlung und präsentiert diese gelegentlich.
Kunstmuseum Stuttgart: Dieses Museum besitzt eine der umfassendsten Sammlungen von Hölzel-Werken, die seinen „Weg zur Abstraktion“ detailliert nachzeichnet. Die Sammlung umfasst Gemälde, Pastelle, Zeichnungen und Collagen.
Staatsgalerie Stuttgart: Die Staatsgalerie verwahrt einen Großteil des umfangreichen kunsttheoretischen Nachlasses von Adolf Hölzel (erworben 1996) und zeigt ebenfalls bedeutende Kunstwerke, darunter seine Glasfensterentwürfe und Schlüsselwerke der Abstraktion.
Adolf Hölzel Stiftung Stuttgart: Die Stiftung hat ihren Sitz in Hölzels ehemaligem Wohnhaus und beherbergt ein weiteres Konvolut an Werken sowie das Archiv des Künstlers. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Forschung und Dokumentation.
Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Pinakotheken München: Auch in München, wo Hölzel studierte und in der Künstlerkolonie Dachau aktiv war, sind Werke von ihm in der Sammlung vertreten.
Kunstmuseum Reutlingen: Dieses Museum widmet sich ebenfalls intensiv dem Werk Hölzels und seines Schülerkreises.
Museum Wiesbaden: Besitzt Werke Hölzels, die durch die Sammlung Hanna Bekker vom Rath in den Bestand kamen.
AUSSTELLUNGEN adolf hölzel
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
2007 Leopold Museum | Wien
2009 Kunstforum Ostdeutsche Galerie | Regensburg
GRUPPENAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1917 – 1918 Ausstellung in Stuttgart gemeinsam mit Johannes Itten, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Ida Kerkovius | „Hölzel und sein Kreis“
WERKBESCHREIBUNG adolf hölzel
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei | Pastelle | Glasfenster | Kunsthistoriker | Tuschezeichnungen
STIL
Seine theoretischen Schriften und praktischen Werke trugen maßgeblich zur Etablierung der Abstraktion in Deutschland bei.
Nachfolgend die ständige logische stilistische Weiterentwicklung:
Dachauer Landschaften: dekorativ vereinfachter symbolistischer Naturlyrismus | Frühwerk: impressionistisch | Neoimpressionismus | Nabis-orientiert | abstrakt-ornamentale Schwarz-Weiss-Figurationen | flächig abstrakte Farbuntersuchungen mit sich durchdringenden Kreisen und Spiralen | mit stark bunten und komplementären Farben bestimmt Adolf Hölzel das Zentrum seiner von Formen und Farben geprägten Kompositionen
THEMEN | MOTIVE
Adolf Hölzel entwickelte eine eigene Farbenlehre und arbeitete an der Loslösung vom Gegenstand hin zur reinen Form- und Farbkomposition.
Nachfolgend sind die Themen aufgereiht, die er umsetzte:
Menschen | Figurenbilder | Landschaften | 1898 Handübungen die als gegenstandslose Zeichnungen dem Ornament und der japanischen Kalligraphie nahestand | Schriftsockelblätter = Verbindungen von Text und Bild auf einem Blatt | seltsame Wortreihungen, die ein Jahrzehnt später durch die Surrealisten um André Breton methodisch als „écriture automatique“ genutzt wurden | farbig modulierte Kompositionen, die entweder rhythmisch – prismatisch oder gegenständlich – erzählerisch orientiert sind
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Adolf Hölzel erfindet durch seine Experimentierfreude Farbkreise und Kompositionslehren, deren Grenzen aber durch die Empfindung vorgegeben sind. Er versetzt sich in traumartige Zustände indem er nach dem Erwachen mit geschlossenen Augen arbeitet und somit das Unbewusste als Potenzial für die bildende Kunst erkennt.
STICHWORTE ADOLF HÖLZEL
Wegbereiter der modernen Kunst und der abstrakten Malerei | Formen und Farben als autonome Gestaltungsmittel | zahlreiche Schüler und Anhänger wie Willi Baumeister, Giovanni Antonio Pellegrini, Oskar Schlemmer, Johannes Itten und Ida Kerkovius | Hoelzel-Kreis | didaktisch und thoretisch untermauertes Herangehen an die Abstraktion
ZITATE ADOLF HÖLZEL
„Das Gesetz in der Kunst ist die aus der Empfindung gewonnene Formel.“ | Adolf Hölzel
„Ich möchte, dass durch meinen Tod kein Mensch belästigt werde. Ich weiß ja doch, wie wenige Menschen sich für mein künstlerisches Wollen und dadurch für mich interessiert haben.“ | Adolf Hoelzel
„Mit aller Energie und Liebe tätig sein, denn Kunst ist Liebe, Energie und Tat gesteigert bis zur höchsten Leidenschaft für die Kunst und ihre seltsamen Wunder.“ | Adolf Hölzel
LINKS adolf hölzel
ADOLF HÖLZEL

Adolf Hölzel | Abstraktion II | 1915 – 1916 | Staatsgalerie Stuttgart | Aus Wikimedia Commons, dem freien Medienarchiv | Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist
Adolf Hölzel | 1853-1934 | Bach | Air | „on the G string“ | string orchestra | invesigo | es considerado uno de los pioneros de la pintura abstracta en Alemania.Hijo de un comerciante de libros y litógrafo en la ciudad morava de Olomouc. En 1868 comenzó su aprendizaje como tipógrafo en Gotha y regularmente tomó clases de dibujo y pintura. En 1871 su familia se mudó a Viena y en 1872 comenzó sus estudios en Academia de Bellas Artes de Viena y posteriormente completó el servicio voluntario de un año en el ejército y despues, incluso pasó un examen con la idea de seguir la carrera militar.En 1876 se va a Munich para continuar allí en la Academia sus estudios de arte. En 1888 se trasladó de Munich a Dachau donde conoció al pintor impresionista Fritz von Uhde y se convirtió en el jefe de la comunidad artística „Nueva Dachau,“ la escuela de pintores alrededor de Fritz von Uhde, que trabaja principalmente el impresionismo. Hölzel enseña en Dachau durante un corto tiempo después del expresionista alemán Emil Nolde. En 1906 es nombrado profesor de la Academia de Stuttgart y allí formó con sus alumnos una larga historia artística hasta 1918 . El arte moderno en Alemania se concentró en sólo unos pocos centros: Munich, Dresde y Stuttgart. Adolf Hölzel, fue nombrado presidente de la Academia de Stuttgart en 1905, desempeñó un papel decisivo en el lanzamiento de la abstracción pictórica en el suroeste de Alemania, que en retrospectiva debió haber tenido un efecto liberador sobre los estudiantes de Hölzel: Baumeister, Schlemmer, Itten, Kerkovius y otros. Hölzel formó el campo de fuerza de un círculo de artistas que debían propagar con éxito su doctrina en la Bauhaus de Weimar y Dessau. Hölzel es considerado al mismo tiempo uno de los fundadores tanto de la Secesión de Munich como de la Secesión de Viena. Su novedosa metodología didáctica le hizo muy popular entre los artistas de Alemania y del extranjero. La llamada “Escuela de Hölzel” no consistía en ninguna institución real, él simplemente comenzó a impartir determinadas sesiones de pintura, teoría del color. Durante mucho tiempo, Hölzel no gozó del estatus en la historia del arte que se le atribuye hoy como padre de la abstracción. Esto puede haber sido debido al hecho de que Hölzel se abstuvo de cualquier tipo de enfoque programático que fuera proclamado en los manifiestos en todas partes. En lugar de romper radicalmente con las tradiciones pictóricas, Hölzel desarrolló la autonomía del color sobre la base de la doctrina académica.
VIDEO | FILM ADOLF HÖLZEL
Hölzel und sein Kreis | Stadt Freiburg | Vor 100 Jahren mischte eine Künstlergruppe der Avantgarde die konservative Freiburger Kulturszene auf: Hölzel und sein Kreis, Wegbereiterinnen und Pioniere der Moderne. Der Ausstellungsfilm gibt Einblick in die zentralen Facetten des gemeinsamen Wirkens und Schaffens: Farbe – Experiment – Abstraktion. Eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst in der Ausstellungshalle im Augustinermuseum.
Adolf Hölzel | Performance | Staatsgalerie | 23.10.2018 | Performance based on a drawing of the painter Adolf Hölzel performed by a group of improvisation dancers and with the collaboration of the Tanzakademie Minkov students in Winnenden. Staatsgalerie Stuttgart – October 2018 | Goncalo Cruzinha | YouTube
BIOGRAFIE ADOLF HOELZEL
GEBURTSJAHR | 1853 | GEBURTSORT | Olmütz in Mähren | TODESJAHR | 1934 | STERBEORT | Stuttgart
1888 Übersiedelung nach Dachau | Gründung Künstlergemeinschaft „Neu-Dachau“ | Emil Nolde wird für kurze Zeit Adolf Hoelzels Schüler
2005 Gründung der Adolf Hölzel-Stiftung | Stuttgart
Adolf Hölzel hinterfragte die traditionelle Malweise und gilt als Wegbereiter der abstrakten Kunst und der frühen Moderne. Er leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung ungegenständlicher Malerei und prägte als fortschrittlicher Pädagoge an der Stuttgarter Akademie eine ganze Künstlergeneration.
AUSBILDUNG ADOLF HÖLZEL
1868 Lehre als Schriftsetzer in Gotha | regelmäßige Zeichen- und Malstunden
1872 – 1873 Adolf Hoelzel besucht die Wiener Akademie als außerordentlicher Schüler | einjähriger freiwilligen Dienst im Heer | bestandene Offiziersprüfung sogar mit dem Gedanken, die aktive Offizierslaufbahn einzuschlagen
1876 Adolf Hoelzel setzt sein Kunststudium an der Akademie in München fort
LEHRTÄTIGKEIT adolf hölzel
Malerschule in Dachau
1906 – 1918 Professor für Malerei an der Akademie in Stuttgart
Im Jahr 1906 wurde Hölzel als Professor an die Königliche Akademie der bildenden Künste in Stuttgart berufen. Entgegen den Erwartungen, er würde einen traditionellen Stil lehren, etablierte er eine innovative „Komponierklasse“, in der er moderne und avantgardistische Positionen förderte. Er setzte sich auch für die Rechte von Frauen in der Kunst ein und gründete die erste Frauen-Malklasse an der Akademie.
MITGLIEDSCHAFTEN adolf hölzel
Adolf Hölzel war im Laufe seines Lebens Mitglied in mehreren bedeutenden Künstlervereinigungen, die seine Karriere maßgeblich prägten:
„Die Dachauer“ – Künstlerkolonie Dachau: Hölzel war Mitbegründer der informellen Künstlergruppe in Dachau bei München, zu der auch Ludwig Dill und Arthur Langhammer gehörten. Diese Gruppe widmete sich der Freilichtmalerei und der Erforschung von Farbeindrücken.
Münchener Secession: Er war aktives Mitglied dieser wichtigen progressiven Künstlervereinigung, die sich vom traditionellen Kunstbetrieb abspaltete.
Wiener Secession: Adolf Hölzel war nicht nur Mitglied, sondern galt sogar als einer der Gründer der Wiener Secession um Gustav Klimt. Er stellte früh im Wiener Künstlerhaus als Mitglied der Münchener Secession aus und pflegte enge Kontakte in die österreichische Kunstszene.
Deutscher Künstlerbund: Hölzel war auch Mitglied im 1903 gegründeten Deutschen Künstlerbund, der sich für die Förderung der Moderne in ganz Deutschland einsetzte.
Diese Mitgliedschaften unterstreichen Hölzels zentrale Rolle in den avantgardistischen Bewegungen seiner Zeit, sowohl in Deutschland als auch in Österreich.
AUSZEICHNUNGEN ADOLF HÖLZEL
Adolf Hölzel (1853–1934) erhielt für sein künstlerisches Schaffen zu Lebzeiten keine bedeutenden offiziellen Preise oder Auszeichnungen im modernen Sinne, wie es heute üblich ist. Sein Ruhm und seine Anerkennung beruhten vielmehr auf seiner einflussreichen Lehrtätigkeit und seiner Rolle als Wegbereiter der Abstraktion.
Anerkennung als Professor: Die Berufung an die renommierte Königliche Akademie der bildenden Künste in Stuttgart im Jahr 1906 war eine große Auszeichnung und ein Zeichen höchster professioneller Anerkennung seiner Zeit. Diese Position ermöglichte es ihm, seine innovativen Ideen zu lehren und eine ganze Generation moderner Künstler zu prägen (darunter Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Johannes Itten).
Posthume Würdigungen: Die eigentliche Würdigung seiner bahnbrechenden Rolle in der Kunstgeschichte erfolgte größtenteils posthum. Heute wird sein Vermächtnis durch Institutionen wie die Adolf Hölzel Stiftung gepflegt.
SAMMLUNGEN adolf hölzel
Leopold Museum Wien (Österreich): Das Leopold Museum zeigte 2007 eine umfassende Einzelausstellung zu Hölzel und besitzt Werke in seiner Sammlung.
Belvedere Wien (Österreich): Auch das Belvedere Museum besitzt Werke von Adolf Hölzel in seiner digitalen Sammlung und präsentiert diese gelegentlich.
Kunstmuseum Stuttgart: Dieses Museum besitzt eine der umfassendsten Sammlungen von Hölzel-Werken, die seinen „Weg zur Abstraktion“ detailliert nachzeichnet. Die Sammlung umfasst Gemälde, Pastelle, Zeichnungen und Collagen.
Staatsgalerie Stuttgart: Die Staatsgalerie verwahrt einen Großteil des umfangreichen kunsttheoretischen Nachlasses von Adolf Hölzel (erworben 1996) und zeigt ebenfalls bedeutende Kunstwerke, darunter seine Glasfensterentwürfe und Schlüsselwerke der Abstraktion.
Adolf Hölzel Stiftung Stuttgart: Die Stiftung hat ihren Sitz in Hölzels ehemaligem Wohnhaus und beherbergt ein weiteres Konvolut an Werken sowie das Archiv des Künstlers. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Forschung und Dokumentation.
Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Pinakotheken München: Auch in München, wo Hölzel studierte und in der Künstlerkolonie Dachau aktiv war, sind Werke von ihm in der Sammlung vertreten.
Kunstmuseum Reutlingen: Dieses Museum widmet sich ebenfalls intensiv dem Werk Hölzels und seines Schülerkreises.
Museum Wiesbaden: Besitzt Werke Hölzels, die durch die Sammlung Hanna Bekker vom Rath in den Bestand kamen.
AUSSTELLUNGEN adolf hölzel
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
2007 Leopold Museum | Wien
2009 Kunstforum Ostdeutsche Galerie | Regensburg
GRUPPENAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1917 – 1918 Ausstellung in Stuttgart gemeinsam mit Johannes Itten, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Ida Kerkovius | „Hölzel und sein Kreis“
WERKBESCHREIBUNG adolf hölzel
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei | Pastelle | Glasfenster | Kunsthistoriker | Tuschezeichnungen
STIL
Seine theoretischen Schriften und praktischen Werke trugen maßgeblich zur Etablierung der Abstraktion in Deutschland bei.
Nachfolgend die ständige logische stilistische Weiterentwicklung:
Dachauer Landschaften: dekorativ vereinfachter symbolistischer Naturlyrismus | Frühwerk: impressionistisch | Neoimpressionismus | Nabis-orientiert | abstrakt-ornamentale Schwarz-Weiss-Figurationen | flächig abstrakte Farbuntersuchungen mit sich durchdringenden Kreisen und Spiralen | mit stark bunten und komplementären Farben bestimmt Adolf Hölzel das Zentrum seiner von Formen und Farben geprägten Kompositionen
THEMEN | MOTIVE
Adolf Hölzel entwickelte eine eigene Farbenlehre und arbeitete an der Loslösung vom Gegenstand hin zur reinen Form- und Farbkomposition.
Nachfolgend sind die Themen aufgereiht, die er umsetzte:
Menschen | Figurenbilder | Landschaften | 1898 Handübungen die als gegenstandslose Zeichnungen dem Ornament und der japanischen Kalligraphie nahestand | Schriftsockelblätter = Verbindungen von Text und Bild auf einem Blatt | seltsame Wortreihungen, die ein Jahrzehnt später durch die Surrealisten um André Breton methodisch als „écriture automatique“ genutzt wurden | farbig modulierte Kompositionen, die entweder rhythmisch – prismatisch oder gegenständlich – erzählerisch orientiert sind
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Adolf Hölzel erfindet durch seine Experimentierfreude Farbkreise und Kompositionslehren, deren Grenzen aber durch die Empfindung vorgegeben sind. Er versetzt sich in traumartige Zustände indem er nach dem Erwachen mit geschlossenen Augen arbeitet und somit das Unbewusste als Potenzial für die bildende Kunst erkennt.
STICHWORTE ADOLF HÖLZEL
Wegbereiter der modernen Kunst und der abstrakten Malerei | Formen und Farben als autonome Gestaltungsmittel | zahlreiche Schüler und Anhänger wie Willi Baumeister, Giovanni Antonio Pellegrini, Oskar Schlemmer, Johannes Itten und Ida Kerkovius | Hoelzel-Kreis | didaktisch und thoretisch untermauertes Herangehen an die Abstraktion
ZITATE ADOLF HÖLZEL
„Das Gesetz in der Kunst ist die aus der Empfindung gewonnene Formel.“ | Adolf Hölzel
„Ich möchte, dass durch meinen Tod kein Mensch belästigt werde. Ich weiß ja doch, wie wenige Menschen sich für mein künstlerisches Wollen und dadurch für mich interessiert haben.“ | Adolf Hoelzel
„Mit aller Energie und Liebe tätig sein, denn Kunst ist Liebe, Energie und Tat gesteigert bis zur höchsten Leidenschaft für die Kunst und ihre seltsamen Wunder.“ | Adolf Hölzel
LINKS adolf hölzel
ADOLF HÖLZEL

Adolf Hölzel | Abstraktion II | 1915 – 1916 | Staatsgalerie Stuttgart | Aus Wikimedia Commons, dem freien Medienarchiv | Dieses Werk ist gemeinfrei, weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist
Adolf Hölzel | 1853-1934 | Bach | Air | „on the G string“ | string orchestra | invesigo | es considerado uno de los pioneros de la pintura abstracta en Alemania.Hijo de un comerciante de libros y litógrafo en la ciudad morava de Olomouc. En 1868 comenzó su aprendizaje como tipógrafo en Gotha y regularmente tomó clases de dibujo y pintura. En 1871 su familia se mudó a Viena y en 1872 comenzó sus estudios en Academia de Bellas Artes de Viena y posteriormente completó el servicio voluntario de un año en el ejército y despues, incluso pasó un examen con la idea de seguir la carrera militar.En 1876 se va a Munich para continuar allí en la Academia sus estudios de arte. En 1888 se trasladó de Munich a Dachau donde conoció al pintor impresionista Fritz von Uhde y se convirtió en el jefe de la comunidad artística „Nueva Dachau,“ la escuela de pintores alrededor de Fritz von Uhde, que trabaja principalmente el impresionismo. Hölzel enseña en Dachau durante un corto tiempo después del expresionista alemán Emil Nolde. En 1906 es nombrado profesor de la Academia de Stuttgart y allí formó con sus alumnos una larga historia artística hasta 1918 . El arte moderno en Alemania se concentró en sólo unos pocos centros: Munich, Dresde y Stuttgart. Adolf Hölzel, fue nombrado presidente de la Academia de Stuttgart en 1905, desempeñó un papel decisivo en el lanzamiento de la abstracción pictórica en el suroeste de Alemania, que en retrospectiva debió haber tenido un efecto liberador sobre los estudiantes de Hölzel: Baumeister, Schlemmer, Itten, Kerkovius y otros. Hölzel formó el campo de fuerza de un círculo de artistas que debían propagar con éxito su doctrina en la Bauhaus de Weimar y Dessau. Hölzel es considerado al mismo tiempo uno de los fundadores tanto de la Secesión de Munich como de la Secesión de Viena. Su novedosa metodología didáctica le hizo muy popular entre los artistas de Alemania y del extranjero. La llamada “Escuela de Hölzel” no consistía en ninguna institución real, él simplemente comenzó a impartir determinadas sesiones de pintura, teoría del color. Durante mucho tiempo, Hölzel no gozó del estatus en la historia del arte que se le atribuye hoy como padre de la abstracción. Esto puede haber sido debido al hecho de que Hölzel se abstuvo de cualquier tipo de enfoque programático que fuera proclamado en los manifiestos en todas partes. En lugar de romper radicalmente con las tradiciones pictóricas, Hölzel desarrolló la autonomía del color sobre la base de la doctrina académica.
VIDEO | FILM ADOLF HÖLZEL
Hölzel und sein Kreis | Stadt Freiburg | Vor 100 Jahren mischte eine Künstlergruppe der Avantgarde die konservative Freiburger Kulturszene auf: Hölzel und sein Kreis, Wegbereiterinnen und Pioniere der Moderne. Der Ausstellungsfilm gibt Einblick in die zentralen Facetten des gemeinsamen Wirkens und Schaffens: Farbe – Experiment – Abstraktion. Eine Ausstellung des Museums für Neue Kunst in der Ausstellungshalle im Augustinermuseum.
Adolf Hölzel | Performance | Staatsgalerie | 23.10.2018 | Performance based on a drawing of the painter Adolf Hölzel performed by a group of improvisation dancers and with the collaboration of the Tanzakademie Minkov students in Winnenden. Staatsgalerie Stuttgart – October 2018 | Goncalo Cruzinha | YouTube
BIOGRAFIE ADOLF HOELZEL
GEBURTSJAHR | 1853 | GEBURTSORT | Olmütz in Mähren | TODESJAHR | 1934 | STERBEORT | Stuttgart
1888 Übersiedelung nach Dachau | Gründung Künstlergemeinschaft „Neu-Dachau“ | Emil Nolde wird für kurze Zeit Adolf Hoelzels Schüler
2005 Gründung der Adolf Hölzel-Stiftung | Stuttgart
Adolf Hölzel hinterfragte die traditionelle Malweise und gilt als Wegbereiter der abstrakten Kunst und der frühen Moderne. Er leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung ungegenständlicher Malerei und prägte als fortschrittlicher Pädagoge an der Stuttgarter Akademie eine ganze Künstlergeneration.
AUSBILDUNG ADOLF HÖLZEL
1868 Lehre als Schriftsetzer in Gotha | regelmäßige Zeichen- und Malstunden
1872 – 1873 Adolf Hoelzel besucht die Wiener Akademie als außerordentlicher Schüler | einjähriger freiwilligen Dienst im Heer | bestandene Offiziersprüfung sogar mit dem Gedanken, die aktive Offizierslaufbahn einzuschlagen
1876 Adolf Hoelzel setzt sein Kunststudium an der Akademie in München fort
LEHRTÄTIGKEIT adolf hölzel
Malerschule in Dachau
1906 – 1918 Professor für Malerei an der Akademie in Stuttgart
Im Jahr 1906 wurde Hölzel als Professor an die Königliche Akademie der bildenden Künste in Stuttgart berufen. Entgegen den Erwartungen, er würde einen traditionellen Stil lehren, etablierte er eine innovative „Komponierklasse“, in der er moderne und avantgardistische Positionen förderte. Er setzte sich auch für die Rechte von Frauen in der Kunst ein und gründete die erste Frauen-Malklasse an der Akademie.
MITGLIEDSCHAFTEN adolf hölzel
Adolf Hölzel war im Laufe seines Lebens Mitglied in mehreren bedeutenden Künstlervereinigungen, die seine Karriere maßgeblich prägten:
„Die Dachauer“ – Künstlerkolonie Dachau: Hölzel war Mitbegründer der informellen Künstlergruppe in Dachau bei München, zu der auch Ludwig Dill und Arthur Langhammer gehörten. Diese Gruppe widmete sich der Freilichtmalerei und der Erforschung von Farbeindrücken.
Münchener Secession: Er war aktives Mitglied dieser wichtigen progressiven Künstlervereinigung, die sich vom traditionellen Kunstbetrieb abspaltete.
Wiener Secession: Adolf Hölzel war nicht nur Mitglied, sondern galt sogar als einer der Gründer der Wiener Secession um Gustav Klimt. Er stellte früh im Wiener Künstlerhaus als Mitglied der Münchener Secession aus und pflegte enge Kontakte in die österreichische Kunstszene.
Deutscher Künstlerbund: Hölzel war auch Mitglied im 1903 gegründeten Deutschen Künstlerbund, der sich für die Förderung der Moderne in ganz Deutschland einsetzte.
Diese Mitgliedschaften unterstreichen Hölzels zentrale Rolle in den avantgardistischen Bewegungen seiner Zeit, sowohl in Deutschland als auch in Österreich.
AUSZEICHNUNGEN ADOLF HÖLZEL
Adolf Hölzel (1853–1934) erhielt für sein künstlerisches Schaffen zu Lebzeiten keine bedeutenden offiziellen Preise oder Auszeichnungen im modernen Sinne, wie es heute üblich ist. Sein Ruhm und seine Anerkennung beruhten vielmehr auf seiner einflussreichen Lehrtätigkeit und seiner Rolle als Wegbereiter der Abstraktion.
Anerkennung als Professor: Die Berufung an die renommierte Königliche Akademie der bildenden Künste in Stuttgart im Jahr 1906 war eine große Auszeichnung und ein Zeichen höchster professioneller Anerkennung seiner Zeit. Diese Position ermöglichte es ihm, seine innovativen Ideen zu lehren und eine ganze Generation moderner Künstler zu prägen (darunter Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Johannes Itten).
Posthume Würdigungen: Die eigentliche Würdigung seiner bahnbrechenden Rolle in der Kunstgeschichte erfolgte größtenteils posthum. Heute wird sein Vermächtnis durch Institutionen wie die Adolf Hölzel Stiftung gepflegt.
SAMMLUNGEN adolf hölzel
Leopold Museum Wien (Österreich): Das Leopold Museum zeigte 2007 eine umfassende Einzelausstellung zu Hölzel und besitzt Werke in seiner Sammlung.
Belvedere Wien (Österreich): Auch das Belvedere Museum besitzt Werke von Adolf Hölzel in seiner digitalen Sammlung und präsentiert diese gelegentlich.
Kunstmuseum Stuttgart: Dieses Museum besitzt eine der umfassendsten Sammlungen von Hölzel-Werken, die seinen „Weg zur Abstraktion“ detailliert nachzeichnet. Die Sammlung umfasst Gemälde, Pastelle, Zeichnungen und Collagen.
Staatsgalerie Stuttgart: Die Staatsgalerie verwahrt einen Großteil des umfangreichen kunsttheoretischen Nachlasses von Adolf Hölzel (erworben 1996) und zeigt ebenfalls bedeutende Kunstwerke, darunter seine Glasfensterentwürfe und Schlüsselwerke der Abstraktion.
Adolf Hölzel Stiftung Stuttgart: Die Stiftung hat ihren Sitz in Hölzels ehemaligem Wohnhaus und beherbergt ein weiteres Konvolut an Werken sowie das Archiv des Künstlers. Sie dient als zentrale Anlaufstelle für Forschung und Dokumentation.
Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Pinakotheken München: Auch in München, wo Hölzel studierte und in der Künstlerkolonie Dachau aktiv war, sind Werke von ihm in der Sammlung vertreten.
Kunstmuseum Reutlingen: Dieses Museum widmet sich ebenfalls intensiv dem Werk Hölzels und seines Schülerkreises.
Museum Wiesbaden: Besitzt Werke Hölzels, die durch die Sammlung Hanna Bekker vom Rath in den Bestand kamen.
AUSSTELLUNGEN adolf hölzel
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
2007 Leopold Museum | Wien
2009 Kunstforum Ostdeutsche Galerie | Regensburg
GRUPPENAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1917 – 1918 Ausstellung in Stuttgart gemeinsam mit Johannes Itten, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Ida Kerkovius | „Hölzel und sein Kreis“
WERKBESCHREIBUNG adolf hölzel
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei | Pastelle | Glasfenster | Kunsthistoriker | Tuschezeichnungen
STIL
Seine theoretischen Schriften und praktischen Werke trugen maßgeblich zur Etablierung der Abstraktion in Deutschland bei.
Nachfolgend die ständige logische stilistische Weiterentwicklung:
Dachauer Landschaften: dekorativ vereinfachter symbolistischer Naturlyrismus | Frühwerk: impressionistisch | Neoimpressionismus | Nabis-orientiert | abstrakt-ornamentale Schwarz-Weiss-Figurationen | flächig abstrakte Farbuntersuchungen mit sich durchdringenden Kreisen und Spiralen | mit stark bunten und komplementären Farben bestimmt Adolf Hölzel das Zentrum seiner von Formen und Farben geprägten Kompositionen
THEMEN | MOTIVE
Adolf Hölzel entwickelte eine eigene Farbenlehre und arbeitete an der Loslösung vom Gegenstand hin zur reinen Form- und Farbkomposition.
Nachfolgend sind die Themen aufgereiht, die er umsetzte:
Menschen | Figurenbilder | Landschaften | 1898 Handübungen die als gegenstandslose Zeichnungen dem Ornament und der japanischen Kalligraphie nahestand | Schriftsockelblätter = Verbindungen von Text und Bild auf einem Blatt | seltsame Wortreihungen, die ein Jahrzehnt später durch die Surrealisten um André Breton methodisch als „écriture automatique“ genutzt wurden | farbig modulierte Kompositionen, die entweder rhythmisch – prismatisch oder gegenständlich – erzählerisch orientiert sind
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Adolf Hölzel erfindet durch seine Experimentierfreude Farbkreise und Kompositionslehren, deren Grenzen aber durch die Empfindung vorgegeben sind. Er versetzt sich in traumartige Zustände indem er nach dem Erwachen mit geschlossenen Augen arbeitet und somit das Unbewusste als Potenzial für die bildende Kunst erkennt.
STICHWORTE ADOLF HÖLZEL
Wegbereiter der modernen Kunst und der abstrakten Malerei | Formen und Farben als autonome Gestaltungsmittel | zahlreiche Schüler und Anhänger wie Willi Baumeister, Giovanni Antonio Pellegrini, Oskar Schlemmer, Johannes Itten und Ida Kerkovius | Hoelzel-Kreis | didaktisch und thoretisch untermauertes Herangehen an die Abstraktion
ZITATE ADOLF HÖLZEL
„Das Gesetz in der Kunst ist die aus der Empfindung gewonnene Formel.“ | Adolf Hölzel
„Ich möchte, dass durch meinen Tod kein Mensch belästigt werde. Ich weiß ja doch, wie wenige Menschen sich für mein künstlerisches Wollen und dadurch für mich interessiert haben.“ | Adolf Hoelzel
„Mit aller Energie und Liebe tätig sein, denn Kunst ist Liebe, Energie und Tat gesteigert bis zur höchsten Leidenschaft für die Kunst und ihre seltsamen Wunder.“ | Adolf Hölzel