SWG Kunstlexikon
JOHANNES ITTEN
kunstWERKE JOHANNES ITTEN
VIDEOS JOHANNES ITTEN
Johannes Itten | Bauhauspionier | moriundmori Kunst-Dokus | Das Klingen der Farbe. Film von Marina Rumjanzewa. SRF 2018, Sternstunde Kunst. Aufnahme: 3sat 14.04.2019. Ein Dorfjunge aus dem Berner Oberland wird zum Geburtshelfer der weltberühmten Bauhaus-Schule – und geht dennoch vergessen. Das längst fällige Filmporträt über Johannes Itten (1888 bis 1967), Avantgardist, Ausbildner und Begründer einer wegweisenden Farbenlehre. Johannes Itten zählt zu den bedeutendsten Kunsttheoretikern und -pädagogen des 20. Jahrhunderts. Der von ihm erfundene Vorkurs, der als Kreativitätslabor zur Förderung eines schöpferischen Menschen gilt, ist heute ein obligatorischer Teil der Ausbildung der wichtigen Kunstschulen weltweit. Seine Farbenlehre ist ein Klassiker, auf den gar Stilisten und Kosmetikberater zurückgreifen. Und doch ist Johannes Itten heute ein bekannter Unbekannter. Neuanfänge und Brüche prägten sein Leben: Auf der Suche nach seinem eigenen Weg, nach neuen Lebenskonzepten, nach Antworten auf die Fragen seiner Zeit, lebte er in Berlin, Wien, Stuttgart, Bern, Genf, Weimar und Zürich. Itten war Mitbegründer der abstrakten Malerei, später Anhänger einer heute umstrittenen Lebensreform-Bewegung und Kritiker der Industrialisierung. Noch später führte er eine eigene revolutionäre Kunstschule in Berlin, die von den Nationalsozialisten geschlossen wurde. Danach leitete Itten in Zürich viele Jahre die Kunstgewerbeschule und war unter anderem Gründungsdirektor des Museums Rietberg. 1966 vertrat er die Schweiz an der Biennale in Venedig. Der Dokumentarfilm von Marina Rumjanzewa mit Animationen von Philipp Seefeldt ist eine Entdeckungsreise in das Werk und Leben von Johannes Itten. Nicht zuletzt erzählt der Film ein heute kaum bekanntes Kapitel der Geschichte des Bauhauses: dessen Anfänge, die ganz anders waren als das Bauhaus, wie wir es heute kennen. Eine Eigenproduktion der «Sternstunde Kunst», produziert von Anita Hugi. | YouTube
Die Farblehre nach Johannes Itten | Der Kunsterklärer | Unser heutiges Verständnis von den Farben beruht zu großen Teilen auf dem Farbsystem von Johannes Itten (1888 – 1967). Sein Farbkreis und die Definition der wichtigsten Kontraste sind für unsere Bildbetrachtung und -analyse unverzichtbare Grundlagen. In diesem Video betrachten wir Ittens Farblehre, seinen Farbkreis und die sieben Farbkontraste | YouTube
BIOGRAFIE JOHANNES ITTEN
GEBURTSJAHR | 1888 | GEBURTSORT | Wachseldorn Kanton Bern Schweiz | TODESJAHR | 1967 | STERBEORT | Zürich
LEHRTÄTIGKEIT JOHANNES ITTEN
Bauhaus
AUSSTELLUNGEN JOHANNES ITTEN
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1962 Kunstmuseum Thun
2019 Kunstmuseum Bern
2020 KunstmuseuThun
WERKBESCHREIBUNG JOHANNES ITTEN
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei | Kunsttheorie | Kunstpädagogik
STIL
Farbfeldmalerei
THEMEN | MOTIVE
konkret-konstruktive Werke | Landschaftsmalerei | Jahreszeitenbilder
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Begründer der Farbtheorie
KÜNSTLERPORTRÄT JOHANNES ITTEN
Johannes Itten (1888–1967): In Wachseldorn (Kanton Bern, Schweiz) geborener Maler, Kunsttheoretiker und weltweit einflussreicher Kunstpädagoge der Moderne. Nach einer Ausbildung zum Primar- und Sekundarlehrer für Naturwissenschaften entschloss er sich endgültig zur Kunst und kam 1913 nach Stuttgart. An der dortigen Kunstakademie wurde er einer der profiliertesten Schüler in der legendären Kompositionsklasse von Adolf Hölzel. In diesem wegweisenden Stuttgarter Kreis um Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Ida Kerkovius entwickelte er – tief inspiriert von Hölzels Didaktik des automatischen Zeichnens und ersten Farbkontraststudien – seine radikal ungegenständliche Bildsprache. Dieses im Südwesten geschärfte Konzept der ganzheitlichen Talentförderung übertrug er 1919 direkt an das neu gegründete Staatliche Bauhaus in Weimar. Als einer der ersten Meister revolutionierte er dort die akademische Lehre durch den von ihm erfundenen, obligatorischen „Vorkurs“. Ittens Werk zeichnet sich durch eine singuläre Synthese aus rationaler Struktur und spiritueller Farbtheorie aus: Sowohl in seinen geometrisch-abstrakten Ölbildern und Collagen als auch in seiner bahnbrechenden, weltweit kanonischen Publikation „Kunst der Farbe“ (1961) befreite er das Kolorit von bloß abbildenden Aufgaben. Er steigerte die Malerei stattdessen zu einem eigenständigen System aus mathematisch-geometrischen Rhythmen und den berühmten sieben Farbkontrasten. Als prägender Bauhaus-Pionier, Mitbegründer der konstruktiven Zürcher Schule der Konkreten und radikaler Reformer des Sehens sicherte er der systematischen Farben- und Formenlehre einen absolut unumstößlichen, zeitlosen Spitzenplatz in der globalen Kunstgeschichte.
STICHWORTE JOHANNES ITTEN
Lehre der Farbkontraste
LINKS JOHANNES ITTEN
JOHANNES ITTEN
kunstWERKE JOHANNES ITTEN
VIDEOS JOHANNES ITTEN
Johannes Itten | Bauhauspionier | moriundmori Kunst-Dokus | Das Klingen der Farbe. Film von Marina Rumjanzewa. SRF 2018, Sternstunde Kunst. Aufnahme: 3sat 14.04.2019. Ein Dorfjunge aus dem Berner Oberland wird zum Geburtshelfer der weltberühmten Bauhaus-Schule – und geht dennoch vergessen. Das längst fällige Filmporträt über Johannes Itten (1888 bis 1967), Avantgardist, Ausbildner und Begründer einer wegweisenden Farbenlehre. Johannes Itten zählt zu den bedeutendsten Kunsttheoretikern und -pädagogen des 20. Jahrhunderts. Der von ihm erfundene Vorkurs, der als Kreativitätslabor zur Förderung eines schöpferischen Menschen gilt, ist heute ein obligatorischer Teil der Ausbildung der wichtigen Kunstschulen weltweit. Seine Farbenlehre ist ein Klassiker, auf den gar Stilisten und Kosmetikberater zurückgreifen. Und doch ist Johannes Itten heute ein bekannter Unbekannter. Neuanfänge und Brüche prägten sein Leben: Auf der Suche nach seinem eigenen Weg, nach neuen Lebenskonzepten, nach Antworten auf die Fragen seiner Zeit, lebte er in Berlin, Wien, Stuttgart, Bern, Genf, Weimar und Zürich. Itten war Mitbegründer der abstrakten Malerei, später Anhänger einer heute umstrittenen Lebensreform-Bewegung und Kritiker der Industrialisierung. Noch später führte er eine eigene revolutionäre Kunstschule in Berlin, die von den Nationalsozialisten geschlossen wurde. Danach leitete Itten in Zürich viele Jahre die Kunstgewerbeschule und war unter anderem Gründungsdirektor des Museums Rietberg. 1966 vertrat er die Schweiz an der Biennale in Venedig. Der Dokumentarfilm von Marina Rumjanzewa mit Animationen von Philipp Seefeldt ist eine Entdeckungsreise in das Werk und Leben von Johannes Itten. Nicht zuletzt erzählt der Film ein heute kaum bekanntes Kapitel der Geschichte des Bauhauses: dessen Anfänge, die ganz anders waren als das Bauhaus, wie wir es heute kennen. Eine Eigenproduktion der «Sternstunde Kunst», produziert von Anita Hugi. | YouTube
Die Farblehre nach Johannes Itten | Der Kunsterklärer | Unser heutiges Verständnis von den Farben beruht zu großen Teilen auf dem Farbsystem von Johannes Itten (1888 – 1967). Sein Farbkreis und die Definition der wichtigsten Kontraste sind für unsere Bildbetrachtung und -analyse unverzichtbare Grundlagen. In diesem Video betrachten wir Ittens Farblehre, seinen Farbkreis und die sieben Farbkontraste | YouTube
BIOGRAFIE JOHANNES ITTEN
GEBURTSJAHR | 1888 | GEBURTSORT | Wachseldorn Kanton Bern Schweiz | TODESJAHR | 1967 | STERBEORT | Zürich
LEHRTÄTIGKEIT JOHANNES ITTEN
Bauhaus
AUSSTELLUNGEN JOHANNES ITTEN
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1962 Kunstmuseum Thun
2019 Kunstmuseum Bern
2020 KunstmuseuThun
WERKBESCHREIBUNG JOHANNES ITTEN
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei | Kunsttheorie | Kunstpädagogik
STIL
Farbfeldmalerei
THEMEN | MOTIVE
konkret-konstruktive Werke | Landschaftsmalerei | Jahreszeitenbilder
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Begründer der Farbtheorie
KÜNSTLERPORTRÄT JOHANNES ITTEN
Johannes Itten (1888–1967): In Wachseldorn (Kanton Bern, Schweiz) geborener Maler, Kunsttheoretiker und weltweit einflussreicher Kunstpädagoge der Moderne. Nach einer Ausbildung zum Primar- und Sekundarlehrer für Naturwissenschaften entschloss er sich endgültig zur Kunst und kam 1913 nach Stuttgart. An der dortigen Kunstakademie wurde er einer der profiliertesten Schüler in der legendären Kompositionsklasse von Adolf Hölzel. In diesem wegweisenden Stuttgarter Kreis um Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Ida Kerkovius entwickelte er – tief inspiriert von Hölzels Didaktik des automatischen Zeichnens und ersten Farbkontraststudien – seine radikal ungegenständliche Bildsprache. Dieses im Südwesten geschärfte Konzept der ganzheitlichen Talentförderung übertrug er 1919 direkt an das neu gegründete Staatliche Bauhaus in Weimar. Als einer der ersten Meister revolutionierte er dort die akademische Lehre durch den von ihm erfundenen, obligatorischen „Vorkurs“. Ittens Werk zeichnet sich durch eine singuläre Synthese aus rationaler Struktur und spiritueller Farbtheorie aus: Sowohl in seinen geometrisch-abstrakten Ölbildern und Collagen als auch in seiner bahnbrechenden, weltweit kanonischen Publikation „Kunst der Farbe“ (1961) befreite er das Kolorit von bloß abbildenden Aufgaben. Er steigerte die Malerei stattdessen zu einem eigenständigen System aus mathematisch-geometrischen Rhythmen und den berühmten sieben Farbkontrasten. Als prägender Bauhaus-Pionier, Mitbegründer der konstruktiven Zürcher Schule der Konkreten und radikaler Reformer des Sehens sicherte er der systematischen Farben- und Formenlehre einen absolut unumstößlichen, zeitlosen Spitzenplatz in der globalen Kunstgeschichte.
STICHWORTE JOHANNES ITTEN
Lehre der Farbkontraste
LINKS JOHANNES ITTEN
JOHANNES ITTEN
kunstWERKE JOHANNES ITTEN
VIDEOS JOHANNES ITTEN
Johannes Itten | Bauhauspionier | moriundmori Kunst-Dokus | Das Klingen der Farbe. Film von Marina Rumjanzewa. SRF 2018, Sternstunde Kunst. Aufnahme: 3sat 14.04.2019. Ein Dorfjunge aus dem Berner Oberland wird zum Geburtshelfer der weltberühmten Bauhaus-Schule – und geht dennoch vergessen. Das längst fällige Filmporträt über Johannes Itten (1888 bis 1967), Avantgardist, Ausbildner und Begründer einer wegweisenden Farbenlehre. Johannes Itten zählt zu den bedeutendsten Kunsttheoretikern und -pädagogen des 20. Jahrhunderts. Der von ihm erfundene Vorkurs, der als Kreativitätslabor zur Förderung eines schöpferischen Menschen gilt, ist heute ein obligatorischer Teil der Ausbildung der wichtigen Kunstschulen weltweit. Seine Farbenlehre ist ein Klassiker, auf den gar Stilisten und Kosmetikberater zurückgreifen. Und doch ist Johannes Itten heute ein bekannter Unbekannter. Neuanfänge und Brüche prägten sein Leben: Auf der Suche nach seinem eigenen Weg, nach neuen Lebenskonzepten, nach Antworten auf die Fragen seiner Zeit, lebte er in Berlin, Wien, Stuttgart, Bern, Genf, Weimar und Zürich. Itten war Mitbegründer der abstrakten Malerei, später Anhänger einer heute umstrittenen Lebensreform-Bewegung und Kritiker der Industrialisierung. Noch später führte er eine eigene revolutionäre Kunstschule in Berlin, die von den Nationalsozialisten geschlossen wurde. Danach leitete Itten in Zürich viele Jahre die Kunstgewerbeschule und war unter anderem Gründungsdirektor des Museums Rietberg. 1966 vertrat er die Schweiz an der Biennale in Venedig. Der Dokumentarfilm von Marina Rumjanzewa mit Animationen von Philipp Seefeldt ist eine Entdeckungsreise in das Werk und Leben von Johannes Itten. Nicht zuletzt erzählt der Film ein heute kaum bekanntes Kapitel der Geschichte des Bauhauses: dessen Anfänge, die ganz anders waren als das Bauhaus, wie wir es heute kennen. Eine Eigenproduktion der «Sternstunde Kunst», produziert von Anita Hugi. | YouTube
Die Farblehre nach Johannes Itten | Der Kunsterklärer | Unser heutiges Verständnis von den Farben beruht zu großen Teilen auf dem Farbsystem von Johannes Itten (1888 – 1967). Sein Farbkreis und die Definition der wichtigsten Kontraste sind für unsere Bildbetrachtung und -analyse unverzichtbare Grundlagen. In diesem Video betrachten wir Ittens Farblehre, seinen Farbkreis und die sieben Farbkontraste | YouTube
BIOGRAFIE JOHANNES ITTEN
GEBURTSJAHR | 1888 | GEBURTSORT | Wachseldorn Kanton Bern Schweiz | TODESJAHR | 1967 | STERBEORT | Zürich
LEHRTÄTIGKEIT JOHANNES ITTEN
Bauhaus
AUSSTELLUNGEN JOHANNES ITTEN
EINZELAUSSTELLUNGEN AUSWAHL
1962 Kunstmuseum Thun
2019 Kunstmuseum Bern
2020 KunstmuseuThun
WERKBESCHREIBUNG JOHANNES ITTEN
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Malerei | Kunsttheorie | Kunstpädagogik
STIL
Farbfeldmalerei
THEMEN | MOTIVE
konkret-konstruktive Werke | Landschaftsmalerei | Jahreszeitenbilder
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Begründer der Farbtheorie
KÜNSTLERPORTRÄT JOHANNES ITTEN
Johannes Itten (1888–1967): In Wachseldorn (Kanton Bern, Schweiz) geborener Maler, Kunsttheoretiker und weltweit einflussreicher Kunstpädagoge der Moderne. Nach einer Ausbildung zum Primar- und Sekundarlehrer für Naturwissenschaften entschloss er sich endgültig zur Kunst und kam 1913 nach Stuttgart. An der dortigen Kunstakademie wurde er einer der profiliertesten Schüler in der legendären Kompositionsklasse von Adolf Hölzel. In diesem wegweisenden Stuttgarter Kreis um Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Ida Kerkovius entwickelte er – tief inspiriert von Hölzels Didaktik des automatischen Zeichnens und ersten Farbkontraststudien – seine radikal ungegenständliche Bildsprache. Dieses im Südwesten geschärfte Konzept der ganzheitlichen Talentförderung übertrug er 1919 direkt an das neu gegründete Staatliche Bauhaus in Weimar. Als einer der ersten Meister revolutionierte er dort die akademische Lehre durch den von ihm erfundenen, obligatorischen „Vorkurs“. Ittens Werk zeichnet sich durch eine singuläre Synthese aus rationaler Struktur und spiritueller Farbtheorie aus: Sowohl in seinen geometrisch-abstrakten Ölbildern und Collagen als auch in seiner bahnbrechenden, weltweit kanonischen Publikation „Kunst der Farbe“ (1961) befreite er das Kolorit von bloß abbildenden Aufgaben. Er steigerte die Malerei stattdessen zu einem eigenständigen System aus mathematisch-geometrischen Rhythmen und den berühmten sieben Farbkontrasten. Als prägender Bauhaus-Pionier, Mitbegründer der konstruktiven Zürcher Schule der Konkreten und radikaler Reformer des Sehens sicherte er der systematischen Farben- und Formenlehre einen absolut unumstößlichen, zeitlosen Spitzenplatz in der globalen Kunstgeschichte.
STICHWORTE JOHANNES ITTEN
Lehre der Farbkontraste
LINKS JOHANNES ITTEN