SWG Kunstlexikon
WILHELM FISCHER
KUNSTWERKE WILHELM FISCHER
„Menschen. Zehn Original-Farblitographien“ (1963) – Vollständige Grafikmappe im Selbstverlag.
„Mondgucker“ – Farblitografie.
„Nachtgesang“ (1957) – Signierte Originallithografie.
„Sitzender Akt II“ – Ölgemälde / Mischtechnik.
„Frau und Kind“ – Gemälde.
„Mädchenkopf“ (1959) – Mischtechnik auf Papier.
BIOGRAFIE WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer zählt zu den expressiven deutschen Grafikern und Malern der Nachkriegszeit. Nach einer fundierten akademischen Ausbildung etablierte er sich im süddeutschen Raum, insbesondere in Stuttgart, wo er ab 1956 eine eigene spezialisierte Werkstatt führte. Neben seiner freien malerischen Arbeit bildete das lithografische Schaffen das unbestrittene Fundament seines zwanzigjährigen Hauptwerks. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1970 wurde sein Œuvre durch die Gründung des Kunsthaus Fischinger in Stuttgart durch seine Ehefrau Christel bewahrt und systematisch betreut.
Geburtsjahr: 1912 (28. März)
Geburtsort: Leipheim, Deutschland
Todesjahr: 1970 (7. Juli)
Sterbeort: Stuttgart, Deutschland [1]
AUSBILDUNG WILHELM FISCHER
Studium an der Kunstschule Augsburg.
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Wichtige akademische Lehrer: Hermann Sohn (Malerei) und Erich Mönch (Grafik/Lithografie).
SAMMLUNGEN WILHELM FISCHER
Kunsthaus Fischinger (Nachlassverwaltung), Stuttgart: Verwahrung des zentralen Kernbestands aus dem Atelier des Künstlers.
AUSSTELLUNGEN WILHELM FISCHER
EINZELAUSSTELLUNGEN
Regelmäßige Werkschauen und Gedächtnisausstellungen im Kunsthaus Fischinger, Stuttgart (u. a. zur Aufarbeitung des druckgrafischen Gesamtwerks).
PROJEKTE WILHELM FISCHER
1956: Aufbau und langfristiger Betrieb der eigenen Lithografiewerkstatt in Stuttgart, die über Jahre hinweg als handwerklich-künstlerisches Projekt und Anlaufstelle für Steindruck-Verfahren diente.
WERKBESCHREIBUNG WILHELM FISCHER
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Der unbestrittene Schwerpunkt liegt auf der Druckgrafik, im Speziellen der Lithografie (Steindruck), von der er zeitlebens über 200 eigenständige Blätter und Zyklen schuf.
Parallel dazu entstanden Mischtechniken auf Papier, Zeichnungen sowie klassische Gemälde (Öl auf Leinwand/Karton).
STIL
Fischers Stil ist stark vom Spätepressionismus und einer expressiven Figuration geprägt. Die Linienführung ist bestimmt und kraftvoll, bricht Formen jedoch oft sensibel auf. Seine Farblithografien nutzen intensive Kontraste und dichte, flächige Kompositionen, um emotionale Tiefe und eine subtile Räumlichkeit zu erzeugen.
THEMEN | MOTIVE | WERKE
Im Zentrum steht der Mensch in seiner existenziellen Verfassung.
Wiederkehrende Leitmotive sind melancholische Charakterstudien, Figurengruppen in räumlicher oder emotionaler Isolation, Mutter-Kind-Darstellungen sowie archetypische Gestalten (z. B. Träumer, Betrachter des Nachthimmels).
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Das Werk zeichnet sich durch eine melancholische Tiefe und archetypische Ernsthaftigkeit aus.
Visuelle Erkennungsmerkmale: Prägnante Konturlinien, der Verzicht auf rein dekorative Elemente und eine gedämpfte, aber farbintensive Palette in den Lithografien, die seelische Zustände farblich externalisiert
KÜNSTLERPORTRÄT WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer (1912–1970): In Leipheim geborener Maler und Lithograf, der nach wegweisenden Studien an der Kunstschule Augsburg sowie der Stuttgarter Kunstakademie – unter anderem bei Hermann Sohn und dem berühmten Lithografen Erich Mönch – zu einem der ausdrucksstärksten Grafiker der süddeutschen Nachkriegsmoderne heranwuchs. Ab 1956 betrieb er als freischaffender Künstler eine eigene, renommierte Lithowerkstatt in Stuttgart, die sich schnell zu einem kreativen Zentrum für druckgrafische Experimente entwickelte. Berühmt wurde Fischer für seine tiefgründigen, existentiellen Figurendarstellungen, Akte und charakterstarken Porträts (wie sein Mappenwerk „Menschen“, 1963), in denen er die psychologische Verfassung des modernen Individuums in grafische Zeichen übersetzte. Seine oft farbintensiven Arbeiten, Monotypien und Originallithografien zeichnen sich stilistisch durch eine Reduktion auf archetypische, wuchtige Formen von beinahe melancholischer Tiefe aus. Anstelle oberflächlicher Details konzentrierte sich sein Schaffen auf den Dialog zwischen dunklen Tonwerten und einer expressiv aufgeladenen Bildfläche. Wilhelm Fischer hinterließ ein formal strenges, emotional aufrüttelndes druckgrafisches und malerisches Œuvre, das den fragilen Zustand des Menschseins im Spannungsfeld zwischen expressiver Abstraktion und intimer, figurativer Charakterstudie meisterhaft verdichtet.
STICHWORTE WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer, Leipheim, Stuttgart, deutscher Maler, Lithograf, Steindruck, Akademie Stuttgart, Erich Mönch, Hermann Sohn, Nachkriegsmoderne, Farblitografie, Figuration, Expressionismus
WILHELM FISCHER
KUNSTWERKE WILHELM FISCHER
„Menschen. Zehn Original-Farblitographien“ (1963) – Vollständige Grafikmappe im Selbstverlag.
„Mondgucker“ – Farblitografie.
„Nachtgesang“ (1957) – Signierte Originallithografie.
„Sitzender Akt II“ – Ölgemälde / Mischtechnik.
„Frau und Kind“ – Gemälde.
„Mädchenkopf“ (1959) – Mischtechnik auf Papier.
BIOGRAFIE WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer zählt zu den expressiven deutschen Grafikern und Malern der Nachkriegszeit. Nach einer fundierten akademischen Ausbildung etablierte er sich im süddeutschen Raum, insbesondere in Stuttgart, wo er ab 1956 eine eigene spezialisierte Werkstatt führte. Neben seiner freien malerischen Arbeit bildete das lithografische Schaffen das unbestrittene Fundament seines zwanzigjährigen Hauptwerks. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1970 wurde sein Œuvre durch die Gründung des Kunsthaus Fischinger in Stuttgart durch seine Ehefrau Christel bewahrt und systematisch betreut.
Geburtsjahr: 1912 (28. März)
Geburtsort: Leipheim, Deutschland
Todesjahr: 1970 (7. Juli)
Sterbeort: Stuttgart, Deutschland [1]
AUSBILDUNG WILHELM FISCHER
Studium an der Kunstschule Augsburg.
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Wichtige akademische Lehrer: Hermann Sohn (Malerei) und Erich Mönch (Grafik/Lithografie).
SAMMLUNGEN WILHELM FISCHER
Kunsthaus Fischinger (Nachlassverwaltung), Stuttgart: Verwahrung des zentralen Kernbestands aus dem Atelier des Künstlers.
AUSSTELLUNGEN WILHELM FISCHER
EINZELAUSSTELLUNGEN
Regelmäßige Werkschauen und Gedächtnisausstellungen im Kunsthaus Fischinger, Stuttgart (u. a. zur Aufarbeitung des druckgrafischen Gesamtwerks).
PROJEKTE WILHELM FISCHER
1956: Aufbau und langfristiger Betrieb der eigenen Lithografiewerkstatt in Stuttgart, die über Jahre hinweg als handwerklich-künstlerisches Projekt und Anlaufstelle für Steindruck-Verfahren diente.
WERKBESCHREIBUNG WILHELM FISCHER
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Der unbestrittene Schwerpunkt liegt auf der Druckgrafik, im Speziellen der Lithografie (Steindruck), von der er zeitlebens über 200 eigenständige Blätter und Zyklen schuf.
Parallel dazu entstanden Mischtechniken auf Papier, Zeichnungen sowie klassische Gemälde (Öl auf Leinwand/Karton).
STIL
Fischers Stil ist stark vom Spätepressionismus und einer expressiven Figuration geprägt. Die Linienführung ist bestimmt und kraftvoll, bricht Formen jedoch oft sensibel auf. Seine Farblithografien nutzen intensive Kontraste und dichte, flächige Kompositionen, um emotionale Tiefe und eine subtile Räumlichkeit zu erzeugen.
THEMEN | MOTIVE | WERKE
Im Zentrum steht der Mensch in seiner existenziellen Verfassung.
Wiederkehrende Leitmotive sind melancholische Charakterstudien, Figurengruppen in räumlicher oder emotionaler Isolation, Mutter-Kind-Darstellungen sowie archetypische Gestalten (z. B. Träumer, Betrachter des Nachthimmels).
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Das Werk zeichnet sich durch eine melancholische Tiefe und archetypische Ernsthaftigkeit aus.
Visuelle Erkennungsmerkmale: Prägnante Konturlinien, der Verzicht auf rein dekorative Elemente und eine gedämpfte, aber farbintensive Palette in den Lithografien, die seelische Zustände farblich externalisiert
KÜNSTLERPORTRÄT WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer (1912–1970): In Leipheim geborener Maler und Lithograf, der nach wegweisenden Studien an der Kunstschule Augsburg sowie der Stuttgarter Kunstakademie – unter anderem bei Hermann Sohn und dem berühmten Lithografen Erich Mönch – zu einem der ausdrucksstärksten Grafiker der süddeutschen Nachkriegsmoderne heranwuchs. Ab 1956 betrieb er als freischaffender Künstler eine eigene, renommierte Lithowerkstatt in Stuttgart, die sich schnell zu einem kreativen Zentrum für druckgrafische Experimente entwickelte. Berühmt wurde Fischer für seine tiefgründigen, existentiellen Figurendarstellungen, Akte und charakterstarken Porträts (wie sein Mappenwerk „Menschen“, 1963), in denen er die psychologische Verfassung des modernen Individuums in grafische Zeichen übersetzte. Seine oft farbintensiven Arbeiten, Monotypien und Originallithografien zeichnen sich stilistisch durch eine Reduktion auf archetypische, wuchtige Formen von beinahe melancholischer Tiefe aus. Anstelle oberflächlicher Details konzentrierte sich sein Schaffen auf den Dialog zwischen dunklen Tonwerten und einer expressiv aufgeladenen Bildfläche. Wilhelm Fischer hinterließ ein formal strenges, emotional aufrüttelndes druckgrafisches und malerisches Œuvre, das den fragilen Zustand des Menschseins im Spannungsfeld zwischen expressiver Abstraktion und intimer, figurativer Charakterstudie meisterhaft verdichtet.
STICHWORTE WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer, Leipheim, Stuttgart, deutscher Maler, Lithograf, Steindruck, Akademie Stuttgart, Erich Mönch, Hermann Sohn, Nachkriegsmoderne, Farblitografie, Figuration, Expressionismus
WILHELM FISCHER
KUNSTWERKE WILHELM FISCHER
„Menschen. Zehn Original-Farblitographien“ (1963) – Vollständige Grafikmappe im Selbstverlag.
„Mondgucker“ – Farblitografie.
„Nachtgesang“ (1957) – Signierte Originallithografie.
„Sitzender Akt II“ – Ölgemälde / Mischtechnik.
„Frau und Kind“ – Gemälde.
„Mädchenkopf“ (1959) – Mischtechnik auf Papier.
BIOGRAFIE WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer zählt zu den expressiven deutschen Grafikern und Malern der Nachkriegszeit. Nach einer fundierten akademischen Ausbildung etablierte er sich im süddeutschen Raum, insbesondere in Stuttgart, wo er ab 1956 eine eigene spezialisierte Werkstatt führte. Neben seiner freien malerischen Arbeit bildete das lithografische Schaffen das unbestrittene Fundament seines zwanzigjährigen Hauptwerks. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1970 wurde sein Œuvre durch die Gründung des Kunsthaus Fischinger in Stuttgart durch seine Ehefrau Christel bewahrt und systematisch betreut.
Geburtsjahr: 1912 (28. März)
Geburtsort: Leipheim, Deutschland
Todesjahr: 1970 (7. Juli)
Sterbeort: Stuttgart, Deutschland [1]
AUSBILDUNG WILHELM FISCHER
Studium an der Kunstschule Augsburg.
Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.
Wichtige akademische Lehrer: Hermann Sohn (Malerei) und Erich Mönch (Grafik/Lithografie).
SAMMLUNGEN WILHELM FISCHER
Kunsthaus Fischinger (Nachlassverwaltung), Stuttgart: Verwahrung des zentralen Kernbestands aus dem Atelier des Künstlers.
AUSSTELLUNGEN WILHELM FISCHER
EINZELAUSSTELLUNGEN
Regelmäßige Werkschauen und Gedächtnisausstellungen im Kunsthaus Fischinger, Stuttgart (u. a. zur Aufarbeitung des druckgrafischen Gesamtwerks).
PROJEKTE WILHELM FISCHER
1956: Aufbau und langfristiger Betrieb der eigenen Lithografiewerkstatt in Stuttgart, die über Jahre hinweg als handwerklich-künstlerisches Projekt und Anlaufstelle für Steindruck-Verfahren diente.
WERKBESCHREIBUNG WILHELM FISCHER
SCHWERPUNKTE | MEDIEN
Der unbestrittene Schwerpunkt liegt auf der Druckgrafik, im Speziellen der Lithografie (Steindruck), von der er zeitlebens über 200 eigenständige Blätter und Zyklen schuf.
Parallel dazu entstanden Mischtechniken auf Papier, Zeichnungen sowie klassische Gemälde (Öl auf Leinwand/Karton).
STIL
Fischers Stil ist stark vom Spätepressionismus und einer expressiven Figuration geprägt. Die Linienführung ist bestimmt und kraftvoll, bricht Formen jedoch oft sensibel auf. Seine Farblithografien nutzen intensive Kontraste und dichte, flächige Kompositionen, um emotionale Tiefe und eine subtile Räumlichkeit zu erzeugen.
THEMEN | MOTIVE | WERKE
Im Zentrum steht der Mensch in seiner existenziellen Verfassung.
Wiederkehrende Leitmotive sind melancholische Charakterstudien, Figurengruppen in räumlicher oder emotionaler Isolation, Mutter-Kind-Darstellungen sowie archetypische Gestalten (z. B. Träumer, Betrachter des Nachthimmels).
DEFINITION | BESCHREIBUNG | MERKMALE
Das Werk zeichnet sich durch eine melancholische Tiefe und archetypische Ernsthaftigkeit aus.
Visuelle Erkennungsmerkmale: Prägnante Konturlinien, der Verzicht auf rein dekorative Elemente und eine gedämpfte, aber farbintensive Palette in den Lithografien, die seelische Zustände farblich externalisiert
KÜNSTLERPORTRÄT WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer (1912–1970): In Leipheim geborener Maler und Lithograf, der nach wegweisenden Studien an der Kunstschule Augsburg sowie der Stuttgarter Kunstakademie – unter anderem bei Hermann Sohn und dem berühmten Lithografen Erich Mönch – zu einem der ausdrucksstärksten Grafiker der süddeutschen Nachkriegsmoderne heranwuchs. Ab 1956 betrieb er als freischaffender Künstler eine eigene, renommierte Lithowerkstatt in Stuttgart, die sich schnell zu einem kreativen Zentrum für druckgrafische Experimente entwickelte. Berühmt wurde Fischer für seine tiefgründigen, existentiellen Figurendarstellungen, Akte und charakterstarken Porträts (wie sein Mappenwerk „Menschen“, 1963), in denen er die psychologische Verfassung des modernen Individuums in grafische Zeichen übersetzte. Seine oft farbintensiven Arbeiten, Monotypien und Originallithografien zeichnen sich stilistisch durch eine Reduktion auf archetypische, wuchtige Formen von beinahe melancholischer Tiefe aus. Anstelle oberflächlicher Details konzentrierte sich sein Schaffen auf den Dialog zwischen dunklen Tonwerten und einer expressiv aufgeladenen Bildfläche. Wilhelm Fischer hinterließ ein formal strenges, emotional aufrüttelndes druckgrafisches und malerisches Œuvre, das den fragilen Zustand des Menschseins im Spannungsfeld zwischen expressiver Abstraktion und intimer, figurativer Charakterstudie meisterhaft verdichtet.
STICHWORTE WILHELM FISCHER
Wilhelm Fischer, Leipheim, Stuttgart, deutscher Maler, Lithograf, Steindruck, Akademie Stuttgart, Erich Mönch, Hermann Sohn, Nachkriegsmoderne, Farblitografie, Figuration, Expressionismus