SWG Kunstlexikon
SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
KUNSTWERKE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
VIDEOS SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Hermann Pleuer,“Industrie und Landschaft im schwäbischen Impressionismus“ | Kunststiftung Hohenkarpfen | Horst Simschek | Text und Sprache: Dr. Rainer Zerbst | Film und Videobearbeitung: Horst Simschek | YouTube
Werkbetrachtung „Feuerbach im Winter“ von Otto Reiniger | Städtische Museen Konstanz | Das Spezialgebiet des süddeutschen Impressionisten Otto Reiniger (1863-1909) war die Darstellung fließenden Gewässers. Frau Dr. Barbara Stark, Leiterin der Städtischen Wessenberg-Galerie
Konstanz, zeigt uns, was das Bild „Feuerbach im Winter“ zu etwas ganz Besonderem macht. | YouTube
Werkbetrachtung „Badende Knaben“ von Christian Landenberger und Max Liebermann | Städtische Museen Konstanz | Monika Leister, Kunsthistorikerin und freie Mitarbeiterin der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz zeigt es uns. In zwei kleinen Werkbetrachtungen zu Christian Landenbergers und Max Liebermanns „Badende Knaben“ tauchen wir mit ihr in das Thema ein. | YouTube
DEFINITION SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Der Schwäbische Impressionismus ist eine regionale Strömung der deutschen Freilichtmalerei, die um 1900 in Württemberg rund um die Stuttgarter Kunstakademie entstand. Er unterscheidet sich vom lichtreichen französischen Impressionismus durch seine erdnahe, gedeckte Farbwahl und die Darstellung des technischen Fortschritts inmitten der Natur.
KERNMERKMALE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Tonige Farbpalette: Vorherrschen von erdigen Braun-, Grau- und Grüntönen anstelle von reinen, hellen Spektralfarben.
Lockerer Pinselduktus: Ein dynamischer, teils heftiger Farbauftrag, bei dem der Malprozess sichtbar bleibt.
Lokalkolorit: Fokus auf die heimische schwäbische Landschaft und Geologie.
Technik und Natur: Die Reibung zwischen unberührter Natur und der einsetzenden Industrialisierung.
HISTORIE + CHRONOLOGIE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Die Geschichte des Schwäbischen Impressionismus vollzog sich als rasante Entwicklung zwischen 1870 und 1920, die eng mit der Industrialisierung Württembergs und der Reform der Stuttgarter Kunstakademie verknüpft war. Die Epoche lässt sich in vier prägende Phasen unterteilen.
WEGBEREITER SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
1870er Jahre: Gustav Schönleber und Albert Kappis bringen erste Einflüsse der französischen Schule von Barbizon und der Impressionisten nach Stuttgart.
1880er Jahre: Junge Maler wie Hermann Pleuer und Otto Reiniger studieren an der Stuttgarter Kunstakademie, empfinden die dortige Lehre aber als zu konservativ. Sie wechseln zeitweise nach München, dem damals führenden Kunstzentrum Süddeutschlands.
KÜNSTLER SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Hermann Pleuer (1863–1911): Bekannt als der „Maler der Eisenbahn“. Er fing die Dynamik von Bahnhöfen, Dampflokomotiven und atmosphärischen Nachtszenen meisterhaft in Nuancen von Schwarz und dunklen Tönen ein.
Otto Reiniger (1863–1909): Gilt als der klassische Landschaftsmaler der Gruppe, der vor allem die Lichtstimmungen an schwäbischen Flussläufen wie dem Neckar festhielt.
Christian Landenberger (1862–1927): Professor an der Stuttgarter Akademie, berühmt für seine Freilicht-Darstellungen badender Knaben und hellere Lichtstudien.
Gustav Schönleber (1851–1917): Gilt mit seinen Landschaftsstudien als ein wichtiger Wegbereiter dieser Epoche.
HAUPTWERKE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Vorstadtbahnhof im Mondschein (1896) von Hermann Pleuer
Das Werk: Ein Meilenstein des Stils. Das Bild zeigt das Kommen und Gehen zu später Stunde an einem Bahnhof im bläulich-silbrigen Licht. Menschen und Kutschen wirken schemenhaft, im Zentrum leuchten intensiv die Lampen zweier Lokomotiven.
Ausfahrender Zug in der Kurve (1902)von Hermann Pleuer
Das Werk: Eine dynamische Komposition mit hoher Horizontlinie. Schienen ragen schwungvoll in den Raum, während eine Dampflokomotive riesige Rauchwolken in den Himmel stößt.
Besonderheit: Reine Bewegung und Energie, eingefangen mit breitem, pastosem Pinselstrich.
Standort: Museum Folkwang (Essen) / Studien in der Staatsgalerie Stuttgart.
Dämmerung – Donauwehr bei Rechtenstein (um 1902) von Otto Reiniger
Das Werk: Eine seiner berühmtesten Flusslandschaften. Es fängt den exakten Moment ein, in dem die Sonne hinter dem Wehr versinkt und das Wasser das Restlicht reflektiert.
Besonderheit: Die virtuose Darstellung von Lichtreflexen auf bewegtem Wasser mittels feiner Farbabstufungen.
Standort: Bayerische Staatsgemäldesammlungen / Neue Pinakothek München.
Badende Knaben (Rechtenstein, 1900) von Christian Landenberger
Das Werk: Landenberger schuf eine ganze Serie dieses Motivs an der oberen Donau und am Ammersee. Knaben vergnügen sich unbeschwert im Wasser, während das Sonnenlicht auf ihren nassen Körpern reflektiert.
Besonderheit: Der spontan erfasste Moment; das Licht wirkt flirrend und rötlich-warm auf der gebräunten Haut.
Standort: Staatsgalerie Stuttgart & Kunstmuseum Stuttgart.
ZITATE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
„Dessen aber sind wir gewiß: in 20 und 30 Jahren, wenn sich die Bäche der neuesten Kunstmacherei und -rederei verlaufen haben, wird man seinen Namen nennen unter den wenigen großen Malern, die aus unseren Tagen der Zukunft gehören.“ | Theodor Heuss, 1911 über Hermann Pleuer
„Er malt nicht den Zug, sondern die Fahrt. Er malt nicht die Schienen, sondern das Gleiten. Er belauscht das Keuchen der nimmermüden Riesentiere aus Stahl.“ | Zeitgenössische Kunstkritik über Pleuers Eisenbahnbilder
SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
KUNSTWERKE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
VIDEOS SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Hermann Pleuer,“Industrie und Landschaft im schwäbischen Impressionismus“ | Kunststiftung Hohenkarpfen | Horst Simschek | Text und Sprache: Dr. Rainer Zerbst | Film und Videobearbeitung: Horst Simschek | YouTube
Werkbetrachtung „Feuerbach im Winter“ von Otto Reiniger | Städtische Museen Konstanz | Das Spezialgebiet des süddeutschen Impressionisten Otto Reiniger (1863-1909) war die Darstellung fließenden Gewässers. Frau Dr. Barbara Stark, Leiterin der Städtischen Wessenberg-Galerie
Konstanz, zeigt uns, was das Bild „Feuerbach im Winter“ zu etwas ganz Besonderem macht. | YouTube
Werkbetrachtung „Badende Knaben“ von Christian Landenberger und Max Liebermann | Städtische Museen Konstanz | Monika Leister, Kunsthistorikerin und freie Mitarbeiterin der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz zeigt es uns. In zwei kleinen Werkbetrachtungen zu Christian Landenbergers und Max Liebermanns „Badende Knaben“ tauchen wir mit ihr in das Thema ein. | YouTube
DEFINITION SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Der Schwäbische Impressionismus ist eine regionale Strömung der deutschen Freilichtmalerei, die um 1900 in Württemberg rund um die Stuttgarter Kunstakademie entstand. Er unterscheidet sich vom lichtreichen französischen Impressionismus durch seine erdnahe, gedeckte Farbwahl und die Darstellung des technischen Fortschritts inmitten der Natur.
KERNMERKMALE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Tonige Farbpalette: Vorherrschen von erdigen Braun-, Grau- und Grüntönen anstelle von reinen, hellen Spektralfarben.
Lockerer Pinselduktus: Ein dynamischer, teils heftiger Farbauftrag, bei dem der Malprozess sichtbar bleibt.
Lokalkolorit: Fokus auf die heimische schwäbische Landschaft und Geologie.
Technik und Natur: Die Reibung zwischen unberührter Natur und der einsetzenden Industrialisierung.
HISTORIE + CHRONOLOGIE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Die Geschichte des Schwäbischen Impressionismus vollzog sich als rasante Entwicklung zwischen 1870 und 1920, die eng mit der Industrialisierung Württembergs und der Reform der Stuttgarter Kunstakademie verknüpft war. Die Epoche lässt sich in vier prägende Phasen unterteilen.
WEGBEREITER SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
1870er Jahre: Gustav Schönleber und Albert Kappis bringen erste Einflüsse der französischen Schule von Barbizon und der Impressionisten nach Stuttgart.
1880er Jahre: Junge Maler wie Hermann Pleuer und Otto Reiniger studieren an der Stuttgarter Kunstakademie, empfinden die dortige Lehre aber als zu konservativ. Sie wechseln zeitweise nach München, dem damals führenden Kunstzentrum Süddeutschlands.
KÜNSTLER SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Hermann Pleuer (1863–1911): Bekannt als der „Maler der Eisenbahn“. Er fing die Dynamik von Bahnhöfen, Dampflokomotiven und atmosphärischen Nachtszenen meisterhaft in Nuancen von Schwarz und dunklen Tönen ein.
Otto Reiniger (1863–1909): Gilt als der klassische Landschaftsmaler der Gruppe, der vor allem die Lichtstimmungen an schwäbischen Flussläufen wie dem Neckar festhielt.
Christian Landenberger (1862–1927): Professor an der Stuttgarter Akademie, berühmt für seine Freilicht-Darstellungen badender Knaben und hellere Lichtstudien.
Gustav Schönleber (1851–1917): Gilt mit seinen Landschaftsstudien als ein wichtiger Wegbereiter dieser Epoche.
HAUPTWERKE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Vorstadtbahnhof im Mondschein (1896) von Hermann Pleuer
Das Werk: Ein Meilenstein des Stils. Das Bild zeigt das Kommen und Gehen zu später Stunde an einem Bahnhof im bläulich-silbrigen Licht. Menschen und Kutschen wirken schemenhaft, im Zentrum leuchten intensiv die Lampen zweier Lokomotiven.
Ausfahrender Zug in der Kurve (1902)von Hermann Pleuer
Das Werk: Eine dynamische Komposition mit hoher Horizontlinie. Schienen ragen schwungvoll in den Raum, während eine Dampflokomotive riesige Rauchwolken in den Himmel stößt.
Besonderheit: Reine Bewegung und Energie, eingefangen mit breitem, pastosem Pinselstrich.
Standort: Museum Folkwang (Essen) / Studien in der Staatsgalerie Stuttgart.
Dämmerung – Donauwehr bei Rechtenstein (um 1902) von Otto Reiniger
Das Werk: Eine seiner berühmtesten Flusslandschaften. Es fängt den exakten Moment ein, in dem die Sonne hinter dem Wehr versinkt und das Wasser das Restlicht reflektiert.
Besonderheit: Die virtuose Darstellung von Lichtreflexen auf bewegtem Wasser mittels feiner Farbabstufungen.
Standort: Bayerische Staatsgemäldesammlungen / Neue Pinakothek München.
Badende Knaben (Rechtenstein, 1900) von Christian Landenberger
Das Werk: Landenberger schuf eine ganze Serie dieses Motivs an der oberen Donau und am Ammersee. Knaben vergnügen sich unbeschwert im Wasser, während das Sonnenlicht auf ihren nassen Körpern reflektiert.
Besonderheit: Der spontan erfasste Moment; das Licht wirkt flirrend und rötlich-warm auf der gebräunten Haut.
Standort: Staatsgalerie Stuttgart & Kunstmuseum Stuttgart.
ZITATE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
„Dessen aber sind wir gewiß: in 20 und 30 Jahren, wenn sich die Bäche der neuesten Kunstmacherei und -rederei verlaufen haben, wird man seinen Namen nennen unter den wenigen großen Malern, die aus unseren Tagen der Zukunft gehören.“ | Theodor Heuss, 1911 über Hermann Pleuer
„Er malt nicht den Zug, sondern die Fahrt. Er malt nicht die Schienen, sondern das Gleiten. Er belauscht das Keuchen der nimmermüden Riesentiere aus Stahl.“ | Zeitgenössische Kunstkritik über Pleuers Eisenbahnbilder
SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
KUNSTWERKE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
VIDEOS SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Hermann Pleuer,“Industrie und Landschaft im schwäbischen Impressionismus“ | Kunststiftung Hohenkarpfen | Horst Simschek | Text und Sprache: Dr. Rainer Zerbst | Film und Videobearbeitung: Horst Simschek | YouTube
Werkbetrachtung „Feuerbach im Winter“ von Otto Reiniger | Städtische Museen Konstanz | Das Spezialgebiet des süddeutschen Impressionisten Otto Reiniger (1863-1909) war die Darstellung fließenden Gewässers. Frau Dr. Barbara Stark, Leiterin der Städtischen Wessenberg-Galerie
Konstanz, zeigt uns, was das Bild „Feuerbach im Winter“ zu etwas ganz Besonderem macht. | YouTube
Werkbetrachtung „Badende Knaben“ von Christian Landenberger und Max Liebermann | Städtische Museen Konstanz | Monika Leister, Kunsthistorikerin und freie Mitarbeiterin der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz zeigt es uns. In zwei kleinen Werkbetrachtungen zu Christian Landenbergers und Max Liebermanns „Badende Knaben“ tauchen wir mit ihr in das Thema ein. | YouTube
DEFINITION SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Der Schwäbische Impressionismus ist eine regionale Strömung der deutschen Freilichtmalerei, die um 1900 in Württemberg rund um die Stuttgarter Kunstakademie entstand. Er unterscheidet sich vom lichtreichen französischen Impressionismus durch seine erdnahe, gedeckte Farbwahl und die Darstellung des technischen Fortschritts inmitten der Natur.
KERNMERKMALE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Tonige Farbpalette: Vorherrschen von erdigen Braun-, Grau- und Grüntönen anstelle von reinen, hellen Spektralfarben.
Lockerer Pinselduktus: Ein dynamischer, teils heftiger Farbauftrag, bei dem der Malprozess sichtbar bleibt.
Lokalkolorit: Fokus auf die heimische schwäbische Landschaft und Geologie.
Technik und Natur: Die Reibung zwischen unberührter Natur und der einsetzenden Industrialisierung.
HISTORIE + CHRONOLOGIE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Die Geschichte des Schwäbischen Impressionismus vollzog sich als rasante Entwicklung zwischen 1870 und 1920, die eng mit der Industrialisierung Württembergs und der Reform der Stuttgarter Kunstakademie verknüpft war. Die Epoche lässt sich in vier prägende Phasen unterteilen.
WEGBEREITER SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
1870er Jahre: Gustav Schönleber und Albert Kappis bringen erste Einflüsse der französischen Schule von Barbizon und der Impressionisten nach Stuttgart.
1880er Jahre: Junge Maler wie Hermann Pleuer und Otto Reiniger studieren an der Stuttgarter Kunstakademie, empfinden die dortige Lehre aber als zu konservativ. Sie wechseln zeitweise nach München, dem damals führenden Kunstzentrum Süddeutschlands.
KÜNSTLER SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Hermann Pleuer (1863–1911): Bekannt als der „Maler der Eisenbahn“. Er fing die Dynamik von Bahnhöfen, Dampflokomotiven und atmosphärischen Nachtszenen meisterhaft in Nuancen von Schwarz und dunklen Tönen ein.
Otto Reiniger (1863–1909): Gilt als der klassische Landschaftsmaler der Gruppe, der vor allem die Lichtstimmungen an schwäbischen Flussläufen wie dem Neckar festhielt.
Christian Landenberger (1862–1927): Professor an der Stuttgarter Akademie, berühmt für seine Freilicht-Darstellungen badender Knaben und hellere Lichtstudien.
Gustav Schönleber (1851–1917): Gilt mit seinen Landschaftsstudien als ein wichtiger Wegbereiter dieser Epoche.
HAUPTWERKE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Vorstadtbahnhof im Mondschein (1896) von Hermann Pleuer
Das Werk: Ein Meilenstein des Stils. Das Bild zeigt das Kommen und Gehen zu später Stunde an einem Bahnhof im bläulich-silbrigen Licht. Menschen und Kutschen wirken schemenhaft, im Zentrum leuchten intensiv die Lampen zweier Lokomotiven.
Ausfahrender Zug in der Kurve (1902)von Hermann Pleuer
Das Werk: Eine dynamische Komposition mit hoher Horizontlinie. Schienen ragen schwungvoll in den Raum, während eine Dampflokomotive riesige Rauchwolken in den Himmel stößt.
Besonderheit: Reine Bewegung und Energie, eingefangen mit breitem, pastosem Pinselstrich.
Standort: Museum Folkwang (Essen) / Studien in der Staatsgalerie Stuttgart.
Dämmerung – Donauwehr bei Rechtenstein (um 1902) von Otto Reiniger
Das Werk: Eine seiner berühmtesten Flusslandschaften. Es fängt den exakten Moment ein, in dem die Sonne hinter dem Wehr versinkt und das Wasser das Restlicht reflektiert.
Besonderheit: Die virtuose Darstellung von Lichtreflexen auf bewegtem Wasser mittels feiner Farbabstufungen.
Standort: Bayerische Staatsgemäldesammlungen / Neue Pinakothek München.
Badende Knaben (Rechtenstein, 1900) von Christian Landenberger
Das Werk: Landenberger schuf eine ganze Serie dieses Motivs an der oberen Donau und am Ammersee. Knaben vergnügen sich unbeschwert im Wasser, während das Sonnenlicht auf ihren nassen Körpern reflektiert.
Besonderheit: Der spontan erfasste Moment; das Licht wirkt flirrend und rötlich-warm auf der gebräunten Haut.
Standort: Staatsgalerie Stuttgart & Kunstmuseum Stuttgart.
ZITATE SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
„Dessen aber sind wir gewiß: in 20 und 30 Jahren, wenn sich die Bäche der neuesten Kunstmacherei und -rederei verlaufen haben, wird man seinen Namen nennen unter den wenigen großen Malern, die aus unseren Tagen der Zukunft gehören.“ | Theodor Heuss, 1911 über Hermann Pleuer
„Er malt nicht den Zug, sondern die Fahrt. Er malt nicht die Schienen, sondern das Gleiten. Er belauscht das Keuchen der nimmermüden Riesentiere aus Stahl.“ | Zeitgenössische Kunstkritik über Pleuers Eisenbahnbilder