SWG Kunstlexikon
TUBENFIGUR
KUNSTWERKE TUBENFIGUREN

Jürgen Brodwolf | Figurentypologie 2008 | umhüllte Tubenfigur um 1980 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Neue Figuration | 40 cm x 30 cm | Kunst kaufen | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Jürgen Brodwolf | Ikarus II | 1997 | Zeitgenössische Kunst | Neue Figuration | Fundstück | verhüllte Tubenfigur | 1974 | 45 cm x 51 cm | Kunst kaufen | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
DEFINITION TUBENFIGUR
Eine Tubenfigur ist das charakteristische Markenzeichen und Hauptmotiv im Werk des Schweizer Künstlers Jürgen Brodwolf (geboren 1932). Es handelt sich dabei um anthropomorphe (menschenähnliche) Skulpturen, die aus verformten, ausgedrückten Farbtuben, oft mit Farbresten und Etiketten, hergestellt werden. Damit ist die Tubenfigur ein einzigartiges und tiefgründiges Motiv, das einen industriellen Gebrauchsgegenstand in ein Medium für philosophische und emotionale Darstellungen der menschlichen Existenz verwandelt.
URSPRUNG UND SYMBOLIK
Der Schweizer Bildhauer und Maler Jürgen Brodwolf (*1932) entwickelte diese Formenfamilie in den 1960er Jahren. Ausgangspunkt ist die herkömmliche Farbtube aus Metall (Blei oder Zinn). Brodwolf nutzt die Tube nicht als Werkzeug, sondern als den Körper der Figur selbst. Die Figur wird aus der gequetschten, entleerten Tube herausgearbeitet. Dies wird oft als Metapher für die menschliche Existenz, Versehrtheit oder Ausbeutung gedeutet.
MERKMALE DER TUBENFIGUREN
Abstraktion: Die Figuren sind nicht mimetisch (naturgetreu), sondern stark reduziert und oft schematisch dargestellt.
Präsentation: Brodwolf präsentiert seine Tubenfiguren häufig in Objektkästen, Glaskästen oder als Teil größerer Installationen (z. B. die Installation „ICELAND“).
Materialität: Oft werden die Metalltuben mit anderen Materialien wie Mullbinden, Wachs, Teer oder Farbe kombiniert, um eine haptische, fast archäologische Anmutung zu erzeugen.
Form: Die Figuren sind körperhaft, aber kopflos und von unbestimmter Geschlechtlichkeit. Sie wirken archaisch, idolhaft und oft bandagiert oder umhüllt.
Themen: Obwohl sie aus Alltagsgegenständen geschaffen sind, thematisieren sie essenzielle menschliche Erfahrungen wie Leben, Tod, Vergänglichkeit, Erinnern und Vergessen.
KÜNSTLERISCHER KONTEXT
Die Tubenfigur steht im Kontext der Neuen Figuration nach 1945, bei der Künstler sich wieder inhaltlich geprägten, figurativen Darstellungen widmeten. Jürgen Brodwolfs Figuren treten in einen Dialog mit anderen Bildelementen in Zeichnungen, Plastiken, Objektkästen, Installationen und Gemälden. Sie werden oft in Gruppen oder Konstellationen arrangiert, um menschliche Beziehungen und Schicksale darzustellen.
ZITATE TUBENFIGUR
„Am Anfang war die Figur – dann kommen die Werke“. | Jürgen Brodwolf
„Beim Betrachten dieser transparenten, röntgenartigen Schaubilder blickt man quasi durch die Zeitgeschichte ins Innere, Zugedeckte und Vergessene eines zu Ende gehenden Jahrhunderts“ | Jürgen Brodwolf über seine Installation ICELAND, 1997
„Die Farbtube ist für den Künstler nicht nur Mittel, sondern auch Zweck“. Jürgen Brodwolf
TUBENFIGUR
KUNSTWERKE TUBENFIGUREN

Jürgen Brodwolf | Figurentypologie 2008 | umhüllte Tubenfigur um 1980 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Neue Figuration | 40 cm x 30 cm | Kunst kaufen | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Jürgen Brodwolf | Ikarus II | 1997 | Zeitgenössische Kunst | Neue Figuration | Fundstück | verhüllte Tubenfigur | 1974 | 45 cm x 51 cm | Kunst kaufen | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
DEFINITION TUBENFIGUR
Eine Tubenfigur ist das charakteristische Markenzeichen und Hauptmotiv im Werk des Schweizer Künstlers Jürgen Brodwolf (geboren 1932). Es handelt sich dabei um anthropomorphe (menschenähnliche) Skulpturen, die aus verformten, ausgedrückten Farbtuben, oft mit Farbresten und Etiketten, hergestellt werden. Damit ist die Tubenfigur ein einzigartiges und tiefgründiges Motiv, das einen industriellen Gebrauchsgegenstand in ein Medium für philosophische und emotionale Darstellungen der menschlichen Existenz verwandelt.
URSPRUNG UND SYMBOLIK
Der Schweizer Bildhauer und Maler Jürgen Brodwolf (*1932) entwickelte diese Formenfamilie in den 1960er Jahren. Ausgangspunkt ist die herkömmliche Farbtube aus Metall (Blei oder Zinn). Brodwolf nutzt die Tube nicht als Werkzeug, sondern als den Körper der Figur selbst. Die Figur wird aus der gequetschten, entleerten Tube herausgearbeitet. Dies wird oft als Metapher für die menschliche Existenz, Versehrtheit oder Ausbeutung gedeutet.
MERKMALE DER TUBENFIGUREN
Abstraktion: Die Figuren sind nicht mimetisch (naturgetreu), sondern stark reduziert und oft schematisch dargestellt.
Präsentation: Brodwolf präsentiert seine Tubenfiguren häufig in Objektkästen, Glaskästen oder als Teil größerer Installationen (z. B. die Installation „ICELAND“).
Materialität: Oft werden die Metalltuben mit anderen Materialien wie Mullbinden, Wachs, Teer oder Farbe kombiniert, um eine haptische, fast archäologische Anmutung zu erzeugen.
Form: Die Figuren sind körperhaft, aber kopflos und von unbestimmter Geschlechtlichkeit. Sie wirken archaisch, idolhaft und oft bandagiert oder umhüllt.
Themen: Obwohl sie aus Alltagsgegenständen geschaffen sind, thematisieren sie essenzielle menschliche Erfahrungen wie Leben, Tod, Vergänglichkeit, Erinnern und Vergessen.
KÜNSTLERISCHER KONTEXT
Die Tubenfigur steht im Kontext der Neuen Figuration nach 1945, bei der Künstler sich wieder inhaltlich geprägten, figurativen Darstellungen widmeten. Jürgen Brodwolfs Figuren treten in einen Dialog mit anderen Bildelementen in Zeichnungen, Plastiken, Objektkästen, Installationen und Gemälden. Sie werden oft in Gruppen oder Konstellationen arrangiert, um menschliche Beziehungen und Schicksale darzustellen.
ZITATE TUBENFIGUR
„Am Anfang war die Figur – dann kommen die Werke“. | Jürgen Brodwolf
„Beim Betrachten dieser transparenten, röntgenartigen Schaubilder blickt man quasi durch die Zeitgeschichte ins Innere, Zugedeckte und Vergessene eines zu Ende gehenden Jahrhunderts“ | Jürgen Brodwolf über seine Installation ICELAND, 1997
„Die Farbtube ist für den Künstler nicht nur Mittel, sondern auch Zweck“. Jürgen Brodwolf
TUBENFIGUR
KUNSTWERKE TUBENFIGUREN

Jürgen Brodwolf | Figurentypologie 2008 | umhüllte Tubenfigur um 1980 | Zeitgenössische Kunst | Skulpturen | Neue Figuration | 40 cm x 30 cm | Kunst kaufen | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie

Jürgen Brodwolf | Ikarus II | 1997 | Zeitgenössische Kunst | Neue Figuration | Fundstück | verhüllte Tubenfigur | 1974 | 45 cm x 51 cm | Kunst kaufen | Preis auf Anfrage | SüdWestGalerie
DEFINITION TUBENFIGUR
Eine Tubenfigur ist das charakteristische Markenzeichen und Hauptmotiv im Werk des Schweizer Künstlers Jürgen Brodwolf (geboren 1932). Es handelt sich dabei um anthropomorphe (menschenähnliche) Skulpturen, die aus verformten, ausgedrückten Farbtuben, oft mit Farbresten und Etiketten, hergestellt werden. Damit ist die Tubenfigur ein einzigartiges und tiefgründiges Motiv, das einen industriellen Gebrauchsgegenstand in ein Medium für philosophische und emotionale Darstellungen der menschlichen Existenz verwandelt.
URSPRUNG UND SYMBOLIK
Der Schweizer Bildhauer und Maler Jürgen Brodwolf (*1932) entwickelte diese Formenfamilie in den 1960er Jahren. Ausgangspunkt ist die herkömmliche Farbtube aus Metall (Blei oder Zinn). Brodwolf nutzt die Tube nicht als Werkzeug, sondern als den Körper der Figur selbst. Die Figur wird aus der gequetschten, entleerten Tube herausgearbeitet. Dies wird oft als Metapher für die menschliche Existenz, Versehrtheit oder Ausbeutung gedeutet.
MERKMALE DER TUBENFIGUREN
Abstraktion: Die Figuren sind nicht mimetisch (naturgetreu), sondern stark reduziert und oft schematisch dargestellt.
Präsentation: Brodwolf präsentiert seine Tubenfiguren häufig in Objektkästen, Glaskästen oder als Teil größerer Installationen (z. B. die Installation „ICELAND“).
Materialität: Oft werden die Metalltuben mit anderen Materialien wie Mullbinden, Wachs, Teer oder Farbe kombiniert, um eine haptische, fast archäologische Anmutung zu erzeugen.
Form: Die Figuren sind körperhaft, aber kopflos und von unbestimmter Geschlechtlichkeit. Sie wirken archaisch, idolhaft und oft bandagiert oder umhüllt.
Themen: Obwohl sie aus Alltagsgegenständen geschaffen sind, thematisieren sie essenzielle menschliche Erfahrungen wie Leben, Tod, Vergänglichkeit, Erinnern und Vergessen.
KÜNSTLERISCHER KONTEXT
Die Tubenfigur steht im Kontext der Neuen Figuration nach 1945, bei der Künstler sich wieder inhaltlich geprägten, figurativen Darstellungen widmeten. Jürgen Brodwolfs Figuren treten in einen Dialog mit anderen Bildelementen in Zeichnungen, Plastiken, Objektkästen, Installationen und Gemälden. Sie werden oft in Gruppen oder Konstellationen arrangiert, um menschliche Beziehungen und Schicksale darzustellen.
ZITATE TUBENFIGUR
„Am Anfang war die Figur – dann kommen die Werke“. | Jürgen Brodwolf
„Beim Betrachten dieser transparenten, röntgenartigen Schaubilder blickt man quasi durch die Zeitgeschichte ins Innere, Zugedeckte und Vergessene eines zu Ende gehenden Jahrhunderts“ | Jürgen Brodwolf über seine Installation ICELAND, 1997
„Die Farbtube ist für den Künstler nicht nur Mittel, sondern auch Zweck“. Jürgen Brodwolf